In den letzten Tagen sorgte der beliebte Zwitscherdienst faktisch täglich für mehr oder weniger interessanten Gesprächsstoff. Zensurvorwürfe auf der einen Seite, neue Funktionen auf der anderen. Twitter mausert sich immer mehr zum Barometer für “alles und jeden”.
Über die Wahl zum “Jugendwort des Jahres” und dessen eigentlichen Sinn (den “kreativen Umgang der Jugendlichen mit der Alltagssprache” zu dokumentieren) habe ich in den vergangenen Jahren ja schon berichtet. Nun steht die Wahl zum “Jugendwort 2012″ an und da will ich die Tradition doch nicht brechen.
Ich weiß, das ist mal ein völlig anderes Thema, als ich normalerweise an dieser Stelle anspreche, doch irgendwie lässt es mir keine Ruhe. Nicht nur das die FDP bei mir und diversen Umfragen zufolge, auch bei vielen Bundesbürgern, spätestens seit den römisch-dekadenten Aussagen des einstigen FDP-Chefs Guido Westerwelle, über Hartz IV-Empfänger, so einiges an Zustimmung eingebüßt hat, auch scheint die Partei, beim Kampf zurück zu “alter Stärke” sogar über Leichen zu gehen. Getreu dem Motto: “Wir wollen allen nur Gutes und uns das Beste”.
Am gestrigen Abend wurde im Saarland eine neue Landesregierung gewählt und das Ergebnis in den Medien, sowie im Netz seit dem ausführlich diskutiert. Zum einen, weil die gerade auch im Internet überaus beliebte Piratenpartei mit stolzen 7,4 Prozent problemlos den Einzug schaffte und zum anderen, weil der gemein hin überaus unbeliebten FDP mit kläglichen 1,2 Prozent selbiges misslang. Klar, dass Spott und Häme an der Tagesordnung waren. Ich persönlich habe dabei ja schon fast ein wenig Mitleid, denn erstens erkennt niemand den kaum für möglich gehaltenen Erfolg der Partei an – das knacken der 0 Prozent Hürde – und zweitens sollte man doch “auf jemanden, der schon am Boden liegt, nicht noch weiter eintreten”. Ich halte es da wie @graupause
Ich mache keine Witze über Parteien, die weniger Stimmen haben als ich in meinem Kopf.
— Moss E. Cobblestone (@Graupause) März 26, 2012
Heute war es nun endlich soweit. Einen guten Monat mussten wir darauf warten. Nun hat Deutschland endlich wieder einen Bundespräsidenten. Nach dem überraschenden Rücktritt von Horst Köhler im Jahr 2010 und dem unrühmlichen Abgang seines Nachfolgers Christian Wulff Mitte Februar 2012, ist Joachim Gauck nun schon das dritte Staatsoberhaupt im Laufe der Ära Merkel. Klingt schon mächtig gewaltig und sorgte nicht nur heute für viel Gesprächsstoff in Politik und Gesellschaft. @gutjahr sieht das Ganze, mit Blick auf die Tatsache, das Apple seinen seit wenigen Tagen auch in den hiesigen App Stores erhältlichen iPad 2 Nachfolger nicht einfach iPad 3 sondern besonders originell “das neue iPad” nannte, dennoch gelassen.
Fun Fact: Gauck ist nicht Merkels ‘Bundespräsident 3′ sondern ‘der NEUE Bundespräsident’ #bv15 #iPad3
— Richard Gutjahr (@gutjahr) März 18, 2012
Heute nun gab die “Gesellschaft für deutsche Sprache” (GfdS) das Unwort 2011 offiziell bekannt und komplettierte neben dem “Wort des Jahres” (Stresstest) nun auch endlich die diesbezüglichen Wahlen aus dem vergangenen Jahr.
Ein Witz!? Also das Wort wurde laut diversen Medienberichten bereits aus dem noch verbliebenen Pool der diesjährigen 15 “Endrundenkandidaten” ausgewählt. Doch was die zuständige Jury zu dieser Wahl bewegte erschließt sich zumindest mir nicht so ganz.

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