Alle Jahre wieder, so um die warme, vergleichsweise Ereignislose Zeit, machen Meldungen die Runde, dass das Internet bzw. “digitale Medien” uns allmählich verdummen lassen. Der Mensch bräuchte ganz einfach nicht mehr selbst überlegen. Alles wird ihm abgenommen. Was Forschern die Schweißperlen auf die Stirn treibt, dürften Nutzer allerdings mit Wohlwollen aufnehmen. Das denkt sich auch Google und bestückt seine Suche dahingehend mit immer neuen Features.
Nach wochenlangem Warten wird sie mit der Partie des (Mit)gastgebers Polen gegen Griechenland heute (um 18 Uhr) nun endlich eröffnet. Die diesjährige Fussball EM in Polen und der Ukraine. Ganz Deutschland rechnet mit dem bestmöglichen abschneiden der deutschen Mannschaft und wer nichts verpassen möchte, bleibt mit Microsofts Suchmaschine Bing immer auf dem laufenden.
Erinnert sich noch jemand? Einen derartigen Fall gab es bereits vor ca. zwei Jahren. Damals klagte ein Franzose gegen den Internetriesen, weil nach Eingabe seines Namens, in das Google-Suchfeld, seiner Meinung nach verleumderische Suchvorschläge wie “Vergewaltiger” oder “Satanist” angezeigt wurden. Was letztlich aus dem Fall wurde, weiß ich allerdings bis heute nicht. Doch probiert man die selbe Masche derzeit auch im Land der aufgehende Sonne.
Genau genommen werkelt der Internetriese ja pausenlos an seinen Diensten und letztlich auch der Suche. Nicht immer scheint der Eingriff allerdings so gravierend, wie der den Google nun für die kommenden Monate in Aussicht gestellt hat.
So ganz frisch ist die oder besser sind die Meldungen nicht mehr. Der Bitkom hat mal wieder eine interessante Studie vorgelegt und das Marktforschungsinstitut ComScore das Ganze wenig später mit eigenen Zahlen quasi eindrucksvoll bestätigt. Zu hinterfragen lohnt es sich aber immer noch.
Ein Schelm, wer bei einem als notorischen Datensammler bekannten Unternehmen dabei an etwas böses oder gar den “Evil” persönlich denkt.
Immerhin soll es dem Nutzer zu Gute kommen und im Endeffekt bspw. für relevantere Suchergebnisse und/oder Werbeanzeigen sorgen.
Das ist doch mal eine schöne Art, die schier unglaubliche Geschichte des Internetriesen anschaulich darzustellen. Sie beginnt im Jahr 1995, als von Google, wie wir es heute kennen, noch gar keine Rede war. Larry Page und Sergey Brin lernen sich an der Standford University kennen…

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