Mit „Social-Ismus“ umschreiben die Trendforscher ihre sagenhaft revolutionäre Erkenntnis, die sie bereits Mitte der Woche, auf dem 8. Europäischen Trendtag im schweizerischen Zürich diskutierten. Konkret dreht es sich dabei um soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Google Plus. Die Mentalität des dortigen “Teilens” würde sich, ihrer Ansicht nach, nämlich zunehmend auch auf das reale Leben übertragen.
So ganz frisch ist die oder besser sind die Meldungen nicht mehr. Der Bitkom hat mal wieder eine interessante Studie vorgelegt und das Marktforschungsinstitut ComScore das Ganze wenig später mit eigenen Zahlen quasi eindrucksvoll bestätigt. Zu hinterfragen lohnt es sich aber immer noch.
Das ist doch mal ein interessantes Ergebnis, denn dass Tablets seit einigen Jahren immer mehr an Bedeutung gewinnen und sich kein, auch nur halbwegs modernes, Unternehmen das damit oft verbundene Umsatzplus entgehen lassen möchte, merkt man spätestens anlässlich großer IT-Messen wie der CES im Januar oder dem MWC in der vergangenen Woche. Insider prophezeiten längerfristig gar schon die Ablösung herkömmlicher PCs, doch wie es scheint, lässt diese wohl doch noch ein wenig auf sich warten.
Das die Möglichkeit per Smartphone, Tablet, LapTop etc. faktisch fast überall und zu jeder Zeit ins weiltweite Netz eintauchen zu können quasi DER Trend der Stunde ist, hört und ließt man immer wieder. Die Initiative D21 veröffentlichte zu diesem Thema heute ein paar interessante Zahlen zur Verbreitung bzw. Nutzung des mobilen Netzes in Deutschland.
Ja ist es denn die Möglichkeit? Bereits am Wochenende trug der Bitkom die “frohe Botschaft”, im selben Wortlaut, hinaus ins Land und ich hatte das Ganze eigentlich schon als “kannste vergessen” abgehakt. So mal ich in letzter Zeit immer wieder das Gefühl habe, diverse Studien- bzw. Umfrageergebnisse werden ganz einfach aus allen möglichen Blickwinkeln betrachtet und immer wieder für neu verkauft.
Am heutigen 4. Februar vor genau 8 Jahren wurde das heute weltgrößte, soziale Netzwerk quasi aus der Taufe gehoben. Zu der Zeit war es noch auf einen vergleichsweise überschaubaren Kreis erlauchter US-Studenten beschränkt, gleichzeitig aber auch der Anfang eines Siegeszuges, wie man ihn bislang nur selten erlebte.
So direkt darf man das natürlich nicht sagen. Schließlich kam man anhand einer Wissenschaftlichen Studie zu dieser Erkenntnis und darin heiß es schon fast neutral: “Zu viel Internetkonsum beeinflusst den Aufbau des Gehirns“.

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