Egoshooter – Computerspiele in denen man in der Ego-Perspektive und einer Waffe im Anschlag verschiedene Szenarien bestreitet, werden im allgemeinen ja gerne als böse, gewaltverherrlichende Killerspiele tituliert. Immerhin scheint die Sache für Pädagogen, Psychologen etc. klar: derartige Spiele fördern die Gewaltbereitschaft und senken letztlich die Hemmschwelle auch im richtigen Leben zu töten. Sobald irgendwo auf der Welt ein Amoklauf o.ä. stattfindet, dauert es nicht lange, bis bekannt wird, das der Attentäter irgendwann einmal ein “Killerspiel” gesehen oder zuvor möglicherweise sogar selbst gespielt hat. Doch könnte es vielleicht auch noch andere Ursachen geben?

Im Juli 2011 tötete er ganze 77 Menschen, beim Versuch, wie er selbst sagt, die fortschreitende “Islamisierung Norwegens” aufzuhalten. Seit Anfang der Woche wird ihm nun der Prozess gemacht und Meldungen über seine Aussagen, was er plante, dachte und wollte diktieren seither die Schlagzeilen unzähliger (Online-) Zeitungen. Bisher erst am Rande erwähnt wurde dabei scheinbar das Thema “Killerspiele”, doch wie traditionell nach jedem Amoklauf, bleibt es uns auch diesmal nicht erspart.

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Verbot Von Brot-300x300 in Ansich wohl nichts übermäßig dickes. Hat doch wohl soziemlich jeder schonmal eines dieser viel zitierten “Killerspiele” wie Call of DutyW, Far CryW, CounterstrikeW etc. zumindest gesehen und weiß worum es geht. Brisant macht die Ankündigung jedoch die anhaltende Diskussion um derartige Spiele und die vermeintliche Verharmlosung des tötens, was nach Meinung einiger Politiker, Attentate wie das von Norwegen erst möglich machen würde.

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Über das Attentat des 32-Jährigen Norwegers Anders Behring Breivik am vergangenen Freitag, bei dem im Zuge eines Bombenanschlags in der Norwegischen Hauptstadt Oslo, sowie eines Amoklaufs auf der Fjordinsel Utoya rund 90 Menschen ihr Leben lassen mussten, brauche ich wohl nichts mehr zu sagen. Die doch recht umfangreiche und vorallem auf allen Sendern erfolgte Berichterstattung sollte wohl keinem entgangen sein. Abgesehen von der Tragödie ansich, ist dabei allerdings einmal mehr die Reaktion der Politik interessant. Dort überschlägt man sich in den letzten Tagen förmlich mit Vorschlägen so etwas in Zukunft verhindern zu können.

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Auf den ersten Blick klingt es für viele sicherlich lächerlich und sie fragen sich, ob es denn im Bundestag nichts wichtigeres zu tun gäbe. Das gibt es bestimmt, doch ist die Idee hinter der ganzen Sache keine schlechte, denn wie bereits im vergangenen Jahr angekündigt, geht es vorrangig darum den Politikern bspw. einen Eindruck der oft zitierten “Killerspiele” und ihren vermeintlichen Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche zu vermitteln.

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Ende September berichtete Netzgezwitscher bereits von einem Ego-ShooterW namens 1378(km), mit dem der Entwickler Jens Stobe – Student an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung Karlsruhe - zum nachdenken über die jüngste deutsche Geschichte anregen wollte und den Spieler in das Jahr 1976, als es noch die innerdeutsche Grenze zwischen der BRD und der damaligen DDR gab, versetzt. Anders wie bei Ego-Shootern üblich, betonte er zwar stets, das es dabei nicht um das reine “ballern”, als vielmehr die Konfrontation mit der Entscheidung “Schießen” oder “Nicht-Schießen” geht, doch die massive Kritik von Angehörigen-Verbänden und nicht zuletzt den Medien verhinderten seiner Zeit dass das Spiel auf den Markt kommt.

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Die Diskussion um diverse Studien der Vergangenheit, die belegten, dass der Konsum von Videospielen aggressiver und die Spieler Gewaltbereiter mache, wird wohl schon so lange geführt, wie es Computerspiele gibt. Gerade so genannte Ego-ShooterW sind vielen Pädagogen und Verhaltensforschern ein Dorn im Auge. Fördern – ihrer Meinung nach – doch gerade solche Spiele die Gewaltbereitschaft vieler Jugendlicher. Eine vor kurzem veröffentlichte Studie, zeichnet jedoch ein differenziertes Bild dieses “Problems”.

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