Wir alle kennen die Firmenphilosophie “Don’t be evil” (frei übersetzt mit “Tu nichts böses”) des Internetriesen. Seit nunmehr zwei Jahren ermittelt jedoch die EU-Kommission gegen Google wegen des Verdachts der Wettbewerbsverzerrung. Das Verfahren zieht sich immer weiter in die Länge und man fragt sich, ob Google zwischenzeitlich nicht an anderer Stelle “ein bisschen Evil” wird.
Bereits seit Ende 2010 ermittelt die EU-Kommission gegen den Internetriesen. Unter anderem wegen vermeintlicher Manipulation der Suchergebnisse und der damit verbundenen Besserstellung Konzern-eigener Services und Angebote, gegenüber der Konkurrenz. Nun setzte die Kommission Google eine Frist und erwartet in den nächsten Wochen Vorschläge, wie man diesen Verdacht/Umstand beseitigen wolle.
Überhaupt schien der gestrige Tag geprägt von Maßnahmen und Entscheidungen, um die Menschen im Internet vor sich selbst bzw. möglichen Gefahren zu schützen.
Bereits im August vergangenen Jahres sorgte die Meldung das kein geringer als Google den Mobilfunk-Pionier Motorola für schlappe 12,5 Milliarden Dollar übernehmen wolle für Aufsehen in der Branche. Ist es doch gleichbedeutend mit dem größten Zukauf der Konzerngeschichte. Zuvor sollte das Ganze jedoch noch auf kartellrechtliche Konsequenzen geprüft werden.
Wer hat noch nicht, wer will nochmal? Bereits zum Ende 2010 leitete die Europäische Kommission, ein diesbezügliches Verfahren ein, dessen Ausgang noch immer offen ist. Es sollte geprüft werden in wie weit Google seine Vormachtstellung beim Thema “Suche im Internet” missbraucht und Suchergebnisse – womöglich auch zum eigenen Vorteil – manipuliert. Nun stimmt ein weiteres Unternehmen in den Streit mit ein und beschwert sich über das Verhalten des Suchmaschinen-Riesen.
Einmal mehr stellt sich die Frage, ob Google seine Suchergebnisse bzw. deren angezeigte Reihenfolge womöglich manipuliert und eigene Dienste bewusst besser platziert hat, als die der Konkurrenz. Zu diesem Zweck leitete die Europäische Kommission bereits am gestrigen Dienstag ein Kartellverfahren gegen den Internet-Riesen ein.
Bereits zu Anfang des letzten Jahres haben sich, auf Druck der EU-Kommission führende Hersteller von Mobiltelefonen auf einen einheitlichen Standard für Handy-Netzteile geeinigt. Führende Hersteller wie Apple, LG, Motorola, NEC, Nokia, RIM, Samsung, Sony Ericsson und Texas Instruments unterzeichneten damals eine entsprechende Absichtserklärung. Künftig sollen durchweg alle Handys über eine Mini-USBW-Buchse aufgeladen werden können. Laut EU-Kommission sollten die ersten standardisierten Geräte bereits in diesem Jahr käuflich zu erwerben sein, doch bereits am vergangenen Donnerstag gab man bekannt das sich der Start verzögern wird und nun spätestens Anfang des nächsten Jahres mit einem einheitlichen Ladegerät für Mobiltelefone auf dem Markt zu rechnen sein wird.

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