Am 1. November 2010 wurde der “neue” elektronische Personalausweis zum ersten mal offiziell ausgegeben und löste die alt-gediente, analoge Version ab. Bereits Monate vorher wurde er eifrig umworben und immer wieder als die “digitale Zukunft” angepriesen. Nun ist ein Jahr vergangen und trotz teilweise recht massiver Skepsis der Bürger, hätten ihn heute bereits rund 8,5 Millionen Menschen in Deutschland.
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich fordert ja bekanntlich immer irgendwas. Im Netz einen Namen machte sich der Herr Minister vor allem durch die Forderung, die Anonymität in selbigem abschaffen zu wollen. Nun bekräftigte er dieses Vorhaben erneut und will schlussendlich “die geltende Rechtsordnung aus der realen auf die digitale Welt übertragen.”
Ja soll man da nun lachen oder weinen? Die Tatsache, das es – zumindest für in diesem Bereich versierte Menschen – mit relativ wenig Aufwand möglich ist, den digitalen Personalausweis einer fremden Person für eigene Zwecke zu nutzen, ist wohl ohne jeden Zweifel traurig. Die ganze Geschichte um das neue “Wunderkärtchen” betrachtet, ist ohne jeglichen Humor aber wohl schon gar nicht mehr auszuhalten.
Seit November 2010 steht der von den verantwortlichen Behörden einst hoch gelobte, digitale Personalausweis jedem zur Verfügung. Oder besser: kommt man nicht mehr daran vorbei! Als entscheidender Schritt in Richtung Zukunft, bezeichnete seiner Zeit der damalige Innenminister Thomas de Maizière, den “Ausweis im Scheckkarten-Format”. Man könne damit nun endlich auch im Internet seine Identität zweifelsfrei nachweisen, war das wohl meistgenannte Argument für den, im Vergleich zum “alten” Ausweis, mehr als drei mal so teuren ePerso.
Soll man sich nun freuen, oder zum heulen in den Keller gehen? Bereits im November 2010 löste der digitale Personalausweis, seinen Vorgänger ab. Eifrig umworben, wurden von offizieller Seite stets die vermeintlichen Vorteile angepriesen. Man könne sich damit bspw. im Internet ausweisen und so seine Identität zweifelsfrei nachweisen. Von diversen Bankgeschäften mal ganz abgesehen. Doch ein kleiner Haken ließ die “Freude” schnell verfliegen, denn Weiterlesen »
Über den digitalen Personalausweis ist es in den letzten Wochen ja mächtig still geworden. Das letzte, an das ich mich erinnern kann, ist der kostenlose Eintritt bei der diesjährigen CeBit Anfang des Monats. Doch bei aller, umworbener Herrlichkeit ist der Ausweis ohne die dazugehörige Ausweis-App - die zur Nutzung der Online-Funktion unerlässlich ist – nur halb soviel Wert. Umso trauriger, wenn diese immerwieder das Zünglein an der Waage ist.
Den “neuen” Personalausweis oder auch “ePerso” kann seit November 2010 jeder bei seinem zuständigen Einwohnermeldeamt beantragen. Durch die Möglichkeit sich damit auch im Internet ausweisen zu können, wird er von öffentlicher Seite, nicht nur als Zukunftträchtig angesehen, sondern auch bei jeder, sich bietenden, Gelegenheit als das non-plus-untra für immer neue Einsatzmöglichkeiten umworben. Eine gute Gelegenheit bietet dafür u.a. die diesjährige und heute offiziell eröffnete Computermesse CeBIT.

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