Einen Film über bestimmte Ereignisse zu drehen oder gleich noch ein darüber ein Buch zu schreiben, ist ja schon lange schwer in Mode. Ob nun die Geschichte des Wikileaks-Gründers Julian Assange, das Leben des Apple-Gründers Steve Jobs, oder auch das des einstigen Spitzenpolitikers, Sympathieträgers und inzwischen als Lügen-Baron entlarvten Herrn von und zu Guttenberg. Aus allem lässt sich – mit etwas gutem Willen – Geld machen. Doch man kann es auch übertreiben, wie derzeit ein Film-Trailer zum Massaker in Norwegen zeigt.
Derzeit überschlägt sich die Presse mit immer neuen – mehr oder weniger – aufschlussreichen Erkenntnissen, rund um das Massaker von Norwegen am vergangenen Freitag. Der Täter hatte dies an jenem Ort gelagert, das zu jener Zeit geplant und natürlich zu jenen Gruppen Kontakt. Nun ist es jedoch zu spät, um daraus entscheidende Schlüsse zu ziehen und die Tat möglichweise zu verhindern. In wie weit dies überhaupt möglich gewesen wäre bleibt natürlich fraglich. Hält diverse Politiker jedoch nicht davon ab immer nachdrücklicher nach einer Ausweitung der bislang schon existierenden “Schutzmaßnahmen” zu verlangen.
Über das Attentat des 32-Jährigen Norwegers Anders Behring Breivik am vergangenen Freitag, bei dem im Zuge eines Bombenanschlags in der Norwegischen Hauptstadt Oslo, sowie eines Amoklaufs auf der Fjordinsel Utoya rund 90 Menschen ihr Leben lassen mussten, brauche ich wohl nichts mehr zu sagen. Die doch recht umfangreiche und vorallem auf allen Sendern erfolgte Berichterstattung sollte wohl keinem entgangen sein. Abgesehen von der Tragödie ansich, ist dabei allerdings einmal mehr die Reaktion der Politik interessant. Dort überschlägt man sich in den letzten Tagen förmlich mit Vorschlägen so etwas in Zukunft verhindern zu können.
Kaum ein anderes Thema beherrscht die Meldungen diverser Medien, in den letzten Tagen so wie das schwere Erdbeben im Land der aufgehenden Sonne, am vergangenen Freitag. Im Minutentakt werden neue, unschöne Details zur möglicherweise kurz bevorstehenden Atomkatastrophe bekannt. In Deutschland diskutiert man über die einst beschlossene Laufzeitverlängerung deutscher AKWs und die Welt fragt sich, wie es überhaupt zu dieser massiven Bedrohung kommen konnte.
Schon den ganzen Tag lang diktieren Meldungen, vom vermeintlich schwersten Erdbebens in der Geschichte Japans, die Berichterstattung in TV, Zeitungen und letztlich dem Internet. Eine Katastrophe, die sich nicht zuletzt auch auf den globalen Finanzmärkten niederschlägt. Die Welt allerdings zusammen zu schweißen scheint.
Eigentlich sollte man meinen die Zeit, als ständig irgendwo ein Amoklauf verkündet wurde sei vorbei, doch weit gefehlt. So ereignete sich bereits am gestrigen Abend im Elisabethen-Krankenhaus zu Lörrach – einer Kreisstadt im Südwesten Baden-Württembergs – ein solches Ereignis. Dort hatte eine Frau zunächst ihren Ex-Mann und ihren Sohn getötet. Im Krankenhaus erschoss sie dann einen Pfleger und verletzte weitere Menschen, ehe die Polizei sie selbst tötete.
Während der am 11. Juli zu Ende gegangenen Fußball-WM trat das Thema BP für viele, oder zumindest die Medien scheinbar ein wenig in den Hintergrund. Über die Situation der Menschen hat man eigentlich vergleichsweise wenig genaueres erfahren. In den letzten Wochen kamen aber wieder vermehrt Meldungen, die dem britischen Ölkonzern seine Fehler aufzeigten und die krampfhaften Versuche des Konzerns, die Katastrophe zu beschönigen aufdeckten.

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