Heute nun war es endlich soweit. Obwohl gestern nach Polen, Tschechien und der Slowakei auch die deutsche Regierung verlauten ließ, das umstrittene Anti-Counterfeiting Trade AgreementW (ACTA) vorerst nicht zu unterzeichnen, setzten die Menschen alleine in Deutschland in rund 54 Städten den Ende Januar für den heutigen 11. Februar angekündigten Protest in die Tat um.
Na das wäre ja ein Ding. Für den morgigen 11. Februar ist bereits vor knapp zwei Wochen ein europaweiter Protest, gegen das Anti-Counterfeiting Trade AgreementW (ACTA), welches sich offiziell gegen Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen im Netz richtet, nach Befürchtungen vieler Kritiker aber in erster Linie zu mehr Überwachung der Nutzer führen würde, angekündigt worden. Wie es nun ausschaut, ist die Sacheaber auch in Deutschland vorerst vom Tisch.
Zu Beginn des Monats berichtete Netzgezwitscher, damals noch ein wenig ungläubig, vom Neuaufguß des bereits im letzten Jahr, mit mäßiger Beteilung durchgeführten “Bürgerdialogs”. Diesmal läuft das Ganze allerdings unter dem verheißungsvollen Namen “Zukunftsdialog” und soll der Kanzlerin, nach Möglichkeit zeigen, wo dem Bürger der Schuh drückt und was sich nach dessen Meinung ändern müsste.
Das ist doch mal eine Meldung. Zwar sei die Echtheit der nun im Netz befindlichen Dokumente von offizieller Seite noch nicht bestätigt worden, aber alleine die Tatsache, wie sie “erbeutet” wurden, wirft in meinen Augen doch einige Fragen auf.
Der Name Heveling sagt euch doch noch was oder!? Vor einer Woche wies ich an dieser Stelle auf die Geschehnisse um den “CDU-Hinterbänkler”, dessen Meinung es war, dass Internet würde alsbald keine Bedeutung mehr haben, hin. Sein Gastbeitrag im Handelsblatt war tagelang DAS Thema im Netz.
Was war das für ein “Terror” gestern. US-Präsident Barack Obama stellte sich bereits am Montag in einer Videokonferenz auf Google+ den Fragen ausgewählter Bürger und auch wenn das Ganze, Berichten zufolge, mehr eine Werbeveranstaltung für Google+ gewesen sein soll und Herr Obama zuvor bereits schon auf anderen Netzwerken diesbezüglich in Erscheinung trat, habe ich mir doch insgeheim gewünscht, unsere allseits ge- und beliebte Bundeskanzlerin würde alsbald einen ähnlichen Versuch starten.
Erst vor wenigen Tagen listete Netzgezwitscher, eher beiläufig ein paar mehr oder weniger glückliche Äußerungen einiger CDU-Politiker aus der Vergangenheit, in Bezug auf das Internet bzw. das digitale Leben im allgemeinen auf. Heute nun, setzte ein weiteres Mitglied der Partei noch eins drauf und hielt das Netz damit quasi bei Laune.

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