Über hundert Ecken sieht sich Google ja quasi ständig drohenden Strafezahlungen, wegen diverser Vergehen ausgesetzt. Die Sache mit der EU-Kommission und dem Verdacht einer vermeintlichen Wettbewerbsverzerrung z.B. läuft nach wie vor. Sie könnte dem Konzern, im schlimmsten Fall, mal eben etliche Milliarden kosten. Kürzlich wurde der Internetriese wegen eines anderen/weiteren Vergehens belangt, muss auch dafür einige Millionen hinblättern, doch dabei stellt sich die Frage: Welchen Sinn haben derartige “Strafen” eigentlich?
Also unter dem Gesichtspunkt, das Google die im Zuge der “Safari-Affäre” fällige Summe von 22,5 Millionen Euro hinblättern muss, dabei aber wohl nicht einmal die Kaffekasse zu plündern braucht.
Die Summe entspricht 0,81 Prozent des Gewinns, den der Konzern allein im zweiten Quartal 2012 erwirtschaftete. Das “Wall Street Journal” rechnete aus, dass Google die Strafe in fünf Stunden wieder verdient haben dürfte.
Und dass, obwohl es sich um die vermeintlich höchste Strafe handelt, die die in diesem Fall zuständige US-Aufsichtsbehörde FTC (Federal Trade Commission) jemals verhängt habe, wie es dazu bei Spiegel Online heißt.
Dort stellt man auch die wohl berechtigte Frage nach dem Sinn einer solch’ gravierenden Geldbuße. Was dann unweigerlich wieder zum eher trockenen Thema “Datenschutz im Netz” und die unterschiedliche Handhabe bspw. der USA (Googles Heimat) und Europa führt.
So ziemlich alle populären Internet-Angebote stammen von der anderen Seite des großen Teichs, oder unterliegen zumindest dortigen Gesetzen. Wem diese bzw. die vergleichsweise lockerere Handhabe und die daraus resultierenden Folgen nicht gefallen, nutzt Facebook, Google, Apple, Amazon, Ebay, Microsoft etc. einfach nicht. Ist doch ganz einfach. Zumindest lautet so oder ähnlich das Hauptargument der Konzerne, wenn man auch nur ansatzweise dahin gehende Bedenken äußert.
Das Thema Datenschutz wird das Netz jedenfalls noch sehr lange (ich würde fast sagen: bis in alle Ewigkeit) beschäftigen. Denn darauf, das sich die Welt einmal auf einen gemeinsamen Standard einigen können wird, würde ich ganz sicher nicht wetten. Eher schon auf einen Krieg – natürlich in digitaler Form – Stichwort: Cyberwar!

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