Erinnert ihr euch noch an die wahnsinnig schockierende Warnung der Bundesdrogenbeauftragten Mechthild Dyckmans vom letzten Jahr, wonach über eine halbe Million Menschen in Deutschland “Internetsüchtig” seien. Neben der Spielesucht, die vermeintlich gefährlichste Art der Abhängigkeit im digitalen Bereich. Ein 18-jähriger Taiwanese kehrte dieses Verhältnis nun um und zockte sich dabei in die ewigen Jagdgründe.
Berichten zufolge mietete er einen Raum, in einem Internetcafé an und verließ diesen für die folgenden 40 Stunden nicht mehr. Weder aus Hygienegründen, zum essen, noch zum schlafen. Warum? Er zockte Diablo 3W – die zurzeit aktuellste Ausgabe der Action-Rollenspiel-Serie des US-Spieleentwicklers Blizzard Entertainment.
Als ihn ein Mitarbeiter des Cafés schließlich mit dem Kopf auf der Tastatur vorfand und ansprach sei er noch ein paar Schritte gelaufen und anschließend zusammengeklappt. Wurde in ein Krankenhaus eingeliefert und verstarb dort wenig später.
Ärzte vermuten, dass das lange sitzen massive Kreislaufprobleme ausgelöst hätte. Konnten über die genaue Todesursache jedoch vorerst keine Angaben machen.
Und was sagt man dazu? Blizzard selbst war natürlich tief bestürzt und spach der Familie sein Beileid aus. Verwies zugleich aber auch auf die Eigenverantwortung der Spieler. Wann man besser mal eine Pause machen sollte, lässt sich eben auch schlecht verallgemeinern.
Interessant finde ich ja, das es einen ähnlich gelagerten Fall bereits im Februar dieses Jahres, ebenfalls in Taiwan, gegeben haben soll. Damals reichten jedoch schon 23 Stunden um dem Treiben ein jähes Ende zu setzen. Ansonsten fehlen mir eigentlich die Worte, aber so kann’s eben gehen… nur noch “ein bisschen”.

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