Eigentlich war der Fall wohl schon so gut wie erledigt. Vor gut zwei Wochen machten Meldungen die Runde, laut denen rund 6,5 Millionen Zugangsdaten des “Karrierenetzwerks” LinkdIn gestohlen und im Netz, für jedermann zugänglich, veröffentlicht wurden. Schon bald zogen auch weitere Internet-Plattformen mit ähnlichen Meldungen nach. Jetzt klagen LinkedIn-Nutzer auf Schadenersatz.

Die Betreiber des Netzwerks hätten, ihrer Meinung nach, schlicht zu wenig getan, um die Sicherheit sensibler Nutzerdaten auch im Falle eines Diebstahls zu gewährleisten. Oder anders gesagt: beim verschlüsseln der Daten auf eine veraltete Technik gesetzt, die sich mit etwas Zeit vergleichsweise einfach umgehen lässt. Eine Sache, die im Grunde bereits kurz nach dem bekannt werden des Falls von vielen “Experten” kritisiert wurde.

Des weiteren sind die Nutzer aber auch der Meinung, LinkedIn hätte sie zu spät über den Vorfall informiert und in der Gesamtheit somit “die Integrität von sensiblen Daten der Nutzer erheblichen Risiken ausgesetzt”, wie es in der Klageschrift heißt.

Obwohl LinkedIn selbst zwar nach wie vor behauptet, dass aufgrund des besagten Diebstahls bislang keinerlei missbräuchliche Zugriffe auf die Plattform dokumentiert worden seien, sieht sich das Netzwerk nun mit einer Sammelklage und der Forderung von knapp fünf Millionen Dollar Schadenersatz konfrontiert.

LinkedIn selbst sieht das Ganze angeblich als “von Anwälten vorangetrieben, die die Situation ausnutzen wollen” (sicherlich nicht abwegig) und kündigte an sich entschieden dagegen zu Wehr zu setzen.

Es wird uns also vielleicht noch das ein oder andere mal, in den kommenden Wochen und Monaten, “beschäftigen”. Über Sammelklagen in den USA brauche ich wohl nicht mehr viel zu sagen. Diese haben im “Land der unbegrenzten Möglichkeiten” quasi Tradition und können selbst große Weltkonzerne in ernsthafte Schwierigkeiten bringen. Mal schauen wie es weitergeht…

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