Mensch, das wird ja nochmal richtig spannend. Vor gut zwei Jahren, als Google-Autos hierzulande noch durch die Straßen fuhren, um Bilder für die Konzern-eigene Kartendiensterweiterung StreetView zu schießen, wurde bekannt, dass dabei auch sensible Daten (bspw. ganze E-Mails) oder schlicht sämtlicher, unverschlüsselter Datenverkehr mit erfasst, archiviert und vermutlich später auch ausgewertet wurde. Machten im April dieses Jahres jedoch noch Meldungen die Runde, das Ganze könnte das Verschulden eines einzelnen Google-Mitarbeits gewesen sein, berichtete die New Yoik Times kürzlich von neuen Erkenntnissen der Federal Communications Commission (FTC) – der zuständigen Aufsichtsbehörde in den USA – wonach mindestens zwei der am StreetView-Projekt beteiligen Ingenieure darüber informiert gewesen sein sollen. Einer von Ihnen hätte seinerzeit gar eine “Management-Position” beim Interetriesen inne gehabt.
Konkret gaben gleich neun, im Bericht unkenntlich gemachte, Personen, die am StreetView-Projekt arbeiteten, in einer eidesstattlichen Erklärung zu Protokoll, zwar von der generellen Aufzeichnung der WLAN-Daten gewusst, diverse Projekt-Papiere, die die Sache näher (auch bezüglich des Umfangs) erläutern aber nicht zu Gesicht bekommen zu haben.
Offiziell sprach Google seinerzeit davon, durch die Erfassung der MAC-AdresseWn und SSIDW der WLAN-Router, dem Nutzer unterwegs auch ohne ein jegliche GPS-Technik ermöglichen zu wollen, seinen Standort ermitteln zu können. An sich also eine nette Geschichte. Alle weiteren, aufgezeichneten Daten dürften nicht wirklich relevant, für die Erbringung etwaiger Zusatzleistungen gewesen sein. Ich bin also mal wieder gespannt, wie es weitergeht. Möchte ja bald wetten, das die ersten Klagen, entsetzter Datenschützer bereits auf dem Postweg sind. Wir werden’s erleben…

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