Sagt euch das Anti-Counterfeiting Trade AgreementW (kurz ACTA) noch etwas? Nicht? Anfang des Jahres war die Empörung darüber noch groß unter den Menschen. Der 11. Februar wurde zum internationalen Protesttag erklärt und in ganz Europa protestierten etliche tausend Menschen, gegen das geplante Handelsabkommen, welches am Ende die Rechte eines jeden – nicht nur im Netz – beschneiden würde.
Entgegen vielfacher Medienberichte, in der Vergangenheit, ist das Thema allerdings noch nicht gänzlich vom Tisch und so rollte am vergangenen Wochenende eine zweite, wenn auch weitaus kleinere, Protestwelle durch Europa. Bedenkt man dabei das zurzeit EM und in größten Teilen Deutschlands / Europas bereits bestes Sommerwetter ist, kann man über die, in den verschiedensten Städten, über den Daumen gepeilt, jeweils rund 100 Teilnehmer wohl nicht wirklich meckern.
Wie schon zu Anfang angedeutet, scheint das Thema größtenteils ja bereits wieder aus den Köpfen der Menschen verschwunden zu sein. Im Zuge diverser Berichte, über die besagten Demos in vielen Städten Europas, versucht zwar jeder das Ganze ein Stück weit zu erklären, doch oftmals drängt sich mir dabei der Eindruck auf, zumindest ein Teil der eifrig demonstrierenden “Gegner” weiß im Grunde selbst nicht mehr, als das es schlecht ist.
Zugegeben: Auch ich tue mich schwer das Ganze in einfachen Worten zu erklären. Das Thema ist komplex, das ganze drumherum ziemlich langwierig und selbst federführende Politiker scheinen nicht immer vollends im Bilde zu sein. Anfang Juli soll das Europaparlament über ACTA abstimmen. Wenn nicht, mit politischen Mitteln, bis dahin eine Verzögerung bzw. Aufschiebung des Ganzen erreicht wird. Wir dürfen auf jeden Fall gespannt sein, was der kommende Sommer für uns bereit hält. Mir persönlich fehlt ja fast schon die Kraft, mich immer wieder gegen diverse Abkommen, Gesetze u.ä. in Bezug auf die Kontrolle und Regulierung des Internets aufzulehnen, aber irgendwie hofft man ja immer, dass es denn jetzt endgültig der letzte Versuch war.

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