Aus Gründen, die ich jetzt nicht weiter ausführen möchte, beginne ich den Tag heute mal mit einem kurzen News-Recycling der letzten 24 Stunden. Denn abgesehen von Facebooks viel zitiertem Börsenflop enttäuschendem Börsengang, tat sich im Bereich der IT zuletzt so einiges.

Nehmen wir z.B. den Internetriesen Google. Vergangenes Wochenende berichtete Netzgezwitscher noch davon, dass der Weg, für die Übernahme des Mobilfunk-Pioniers Motorola nach nunmehr rund neun-monatigen Querelen mit Aufsichtsbehörden auf der ganzen Welt, endlich frei ist. Gestern nun, gab Google CEO Larry Page den Abschluss des schlappe 12,5 Milliarden Dollar schweren Deals offiziell bekannt. Motorola gehört jetzt also offiziell zu Google. Auf dem Mobilfunkmarkt ändere sich damit jedoch vorläufig nichts. Android bleibt für mindestens weitere fünf Jahre kostenlos und Google tut weiter nichts böses. Icon Wink in Kurz notiert: Google schließt Motorola-Übernahme ab, vorerst kein Bing StreetSide mehr in Deutschland,Twitter erklärt User-Tracking

Apropos Böse: Am Wochenende bereits berichtete mein geschätzter Blogger-Kollege Caschy, dass Microsofts, in Deutschland gerade erst zum Ende des letzten Jahres, gestartetes StreetView-Pendant – Bing StreetSide – hierzulande nicht mehr aufrufbar wäre. Eine Sache, die ich zu dieser Zeit eher für “mittelmäßig relevant” hielt, am gestrigen Dienstag jedoch gefühlt die gesamte Medienwelt bewegte. Grund dafür seien die mittlerweile wohl doch überhand nehmenden Anfragen nach einer Verpixelung von Häusern, Personen usw. Microsoft nehme den Datenschutz sehr ernst, heißt es dazu bei HeiseOnline. Anders gesagt: Wenn die Leute Angst haben und alles verpixeln lassen, sollen sie sich doch weiter auf der Land- bzw. Stadtkarte über diverse Ausflugsziele o.ä. informieren. Ob StreetSide nochmal wiederkommt steht derzeit in den Sternen. Die Sache ansich ist aber mal wieder bezeichnend für Deutschland. Icon Sad in Kurz notiert: Google schließt Motorola-Übernahme ab, vorerst kein Bing StreetSide mehr in Deutschland,Twitter erklärt User-Tracking

Hierzulande wird das Thema Datenschutz ja im allgemeinen recht groß geschrieben. Oder sollte ich sagen: “Von der Politik propagiert”?
Im Zuge eines Berichts über eine drohende Milliardenstrafe für Facebook, aufgrund der Tatsache, dass das Netzwerk das Nutzerverhalten auch außerhalb seiner Plattform quasi ununterbrochen aufzeichne und auswerte, sprach ich bereits beiläufig an, dass auch Twitter dieses grundsätzlich alsbald vor hat. Wie sich der Zwitscherdienst das nun genau vorstellt könnt ihr im entsprechenden Bericht auf ZDnet.de nachlesen. Im Grunde ähnlich wie es Facebook bereits vormacht. Bei einem Besuch einer Website, die bspw. einen Twitter-Button eingebunden hat, werden die bei Twitter angemeldeten Besucher getrackt, um ihnen am Ende bestenfalls relevantere Vorschläge, zu bestimmten Themen, interessanten Twitter-Nutzern u.ä. unterbreiten zu können.

Ich bin jedenfalls gespannt, wann sich die ersten Datenschützer zu Wort melden und aus Protest womöglich sogar ihre Mitgliedschaft beim Zwischerdienst kündigen. Icon Wink in Kurz notiert: Google schließt Motorola-Übernahme ab, vorerst kein Bing StreetSide mehr in Deutschland,Twitter erklärt User-Tracking

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