Heute (18.05.2012) ist es nun endlich soweit. Das warten hat eine Ende und die Presse endlich wieder eine gemeinsame Schlagzeile, die es ausgiebig auszulutschen gilt: Facebook geht an die Börse. Mit einer Bewertung von stolzen 104 Milliarden Dollar handele es sich dabei um den größten Börsengang eines Internetunternehmens in der Geschichte. Apropos Geschichte: Es gibt wieder eine neue zum Kartendienst Google Maps.
Da gab es in der Vergangenheit ja schon so einige. Im Sommer 2011 zum Beispiel empörten sich die Düsseldorfer, ob einer vermeintlich fehlerhaften Bedienung. Ein Jahr zuvor wäre es beinahe zum Krieg gekommen, weil diverse Landesgrenzen falsch gekennzeichnet waren und diesmal wittert der Iran eine Verschwörung und droht den Internetriesen zu verklagen.
Der Grund dafür könnte dramatischer kaum sein. Google habe kürzlich die Bezeichnung des als “Persischer Golf” bekannten Gewässers wischen dem Iran und der arabischen Halbinsel entfernt. Es ist jetzt quasi nur noch ein blauer Fleck auf der Landkarte zu sehen und während die Araber zumeist vom “arabischen Golf” sprechen würden, seien die Iraner der Meinung, er müsse wieder “persischer Golf” heißen.
Google hätte die Kennzeichnung entfernt, “um eine Positionierung im Streit zwischen dem Iran und den arabischen Golfstaaten zu vermeiden.” Tja, und nun muss man sich mit dem Iran herumschlagen, welcher in dieser Hinsicht scheinbar kein unbeschriebenes Blatt ist und bereits 2010 diversen Fluggesellschaften damit drohte, ihnen die ”Überflugrechte” zu entziehen, sollten sie weiterhin die Bezeichnung „Arabischer Golf“ verwenden.
Toll wofür der Iran, neben seinem Atomprogramm, noch Zeit findet und auch wenn eine kriegerische Absicht des selbigen zurzeit “nur” Spekulation ist und von den Verantwortlichen vehement bestritten wird, möchte ich mir gar nicht vorstellen, was passieren würde, wenn man “ganz plötzlich” doch einmal auf so eine Idee kommt.

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