Da ist er ja wieder, der schon seit Monaten strauchelnde Internetriese vergangener Tage. Ob Stellenstreichungen, Neuausrichtung der Unternehmensstrategie oder gar ein Wechsel in der Chefetage… kaum etwas ließ Yahoo in den letzten Monaten unversucht, um wieder Oberwasser zu bekommen. Nach zuletzt vereinzelten Gewinn-Meldungen, sah es sogar fast so aus, als hätte man das richtige dafür getan. Bis Anfang des Monats dann mal wieder ein Rückschlag folgte. Der erst seit wenigen Monaten amtierende Yahoo-Chef Scott Thompson habe seinen Lebenslauf mit falschen Angaben über seine tatsächliche Qualifikation aufgehübscht. Sich quasi für teurer verkauft, als er eigentlich wert ist. Natürlich war das Ganze nur ein Versehen. Was aber nichts daran änderte, dass sich Funktionäre und Anteilseigner des Konzerns in massiver Kritik übten und den Rücktritt des früheren PayPal-Chefs forderten. Die Sache zog sich dann den Rest den ganzen Monat hin, doch nun schreibt der Konzern ein neues Kapitel seiner “Leidensgeschichte”.
Unwahre Angaben im Lebenslauf: Yahoo-Chef Scott Thompson wurde entlassen dw.de/dw/article/0,,…
— Sebastian (@Dynambu) Mai 14, 2012
Im Grunde ist es wohl nicht sonderlich überraschend, dass die Sache so Enden würde, sie zeigt aber einmal mehr welchen Einfluss das Liebe Geld hat. Denn ausschlaggebend für die “Entlassung” wäre der Wille eines Hedgefonds-Managers gewesen, dessen Unternehmen stolze 5,8 Prozent der Anteile an Yahoo hält.
Nachfolger Thompsons an der Spitze des Internetkonzerns wird übergangsweise der bisher für das Werbegeschäft zuständige Ross Levinsohn.
Schaun wir mal, wen man denn als endgültigen Nachfolger präsentieren wird. Ich glaube ja immer noch, dass all die Maßnahmen, Entlassungen, Gewinn- und Verlustmeldungen usw. schon bald in die Geschichte eingehen werden, wenn Opa Heinz seinem Enkel von “damals” erzählt.

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