Mensch, da ist man mal zwei Tage quasi offline und überhaupt nicht im Bilde, da wird man von Meldungen um das schon sehr bald Börsen dotierte, soziale Netzwerk förmlich erschlagen. Facebook hier, Facebook da ob Lob oder Kritik.
Am kommenden Freitag (18. Mai) werden die bereits seit Monaten andauernden Spekulationen um Facebooks Börsengang wohl erst mal wieder ein Ende finden. An diesem Tag plane man nämlich das Ganze über die Bühne zu bringen. Zuvor kommt allerdings wieder die Frage auf: wie viel ist das Netzwerk eigentlich wert? Eine Studie der US-Verbraucherschutzorganisation Consumer Reports kam nun nämlich zu dem unfassbar schockierenden Ergebnis, dass inzwischen etwa jeder vierte Nutzer in den USA, bewusst falsche Angaben, über sich (Name, Herkunft, Interessen etc.) machen würde. Zum Vergleich: Vor zwei Jahren sei es noch lediglich jeder zehnte gewesen. Eine Sache, die potenziellen Investoren natürlich nicht so richtig schmeckt, denn von der Möglichkeit, Nutzerspezifische Werbung schalten zu können, kann so wohl kaum die Rede sein. Dies war bislang allerdings immer eins von Facebooks größten Argumenten für eine Beteiligung.
Und als wenn das nicht reichen würde, verwehrte die US-Aufsichtsbehörde (Federal Trade Commission (FTC)) Facebook – zumindest vorläufig – auch gleich noch die bereits im April angekündigte Übernahme des beliebten Foto-Dienstes Instagram. Diese würde in den Augen des FTC eine Verletzung des Wettbewerbsrechts darstellen und bedürfe einer weiteren, eingehenden Prüfung. Diese könnte weitere vier bis zwölf Monate in Anspruch nehmen, so dass in diesem Jahr definitiv nicht mehr mit dem Zustande kommen der Deals zu rechnen ist.
Ach und bevor ich es vergesse: Facebook stellt mal wieder neue Datenschutz-Richtlinien zur Abstimmung und verwirrt informiert seine Nutzer nun vermeintlich besser über die Erhebung und Speicherung diverser Daten. Reagiert damit allerdings nur auf die Facebook typische Art auf Kritik der Vergangenheit.

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