Spätestens seit der Affäre um K.T. Guttenberg im letzten Jahr, fliegen uns ja in aller Regelmäßigkeit neue Plagiatsverwürfe, vornehmlich gegen Politiker oder anderen Personen des öffentlichen Lebens, um die Ohren. Man muss allerdings nicht immer erst eine wissenschaftliche Arbeit (ab)schreiben, um sich mit einem Doktortitel bzw. einem bestimmten Grad schmücken zu können.
In der US-Presse machen seit kurzem nämlich Vorwurfe gegen den gerade mal erst seit Anfang des Jahres als Chef des krisengeschüttelten, einstigen Internetriesen Yahoo tätigen Scott Thompson die Runde, die inzwischen auch die deutsche Medienlandschaft erreichten und dem einstigen ebay-Manager vorwerfen, seinen Lebenslauf durch unwahre Angaben quasi aufgewertet zu haben.
Tatsächlich hätte er nämlich einen “Abschluss in der Buchhaltung” vorzuweisen. In seinem Lebenslauf stünde allerdings schon seit Jahren, ein “Titel in Computerwissenschaften”. Bisherigen Erklärungsversuchen des Konzerns zufolge handle es sich dabei schlicht um ein “Versehen”, doch dass bspw. Yahoo-Aktionäre alles andere als begeistert von diesem sind und dieser Fall zu einer denkbar schlechten Zeit kommt, liegt wohl auf der Hand.
Ein besonderes Highlight bei dieser Sache ist für mich allerdings der Umstand, das selbst ein, mit der Chefsuche zur damaligen Zeit, betrautes Verwaltungsrats-Mitglied von Yahoo, seinen Abschluss gefälscht habe.
Ich persönlich könnte dabei schon wieder k****. Es ist natürlich traurig für die Leute, die sich bspw. einen akademischen Grad durch harte Arbeit erworben haben. Aber was bitte zählt ein solcher Grad heute noch? Es scheint ja wirklich mehr Leute zu geben, die wussten wie man es “richtig” anstellt. Aktuellster Fall in Deutschland: Bildungsministerin Annette Schavan. Bei der zwar noch nichts bewiesen scheint und die natürlich selbst alles bestreitet, doch hat Herr Guttenberg das nicht seiner Zeit auch getan?

Folgen per: