Es reicht, das ist zuviel… die machen ja was sie wollen… komm wir gehen…” tönen geplagte Facebook-Nutzer schon seit Jahren. Vor allem immer dann, wenn das soziale Netzwerk mit neuen, vermeintlich innovativen und unglaublich nützlichen Features aufwartet, die selbstverständlich nur auf Wunsch der Nutzerschaft eingeführt werden.
Eine der Visionen des großen Mark Zuckerberg – Chef vom Ganzen – ist es nämlich einmal die gesamte Welt bedingungslos miteinander zu vernetzen. Natürlich per Facebook und wie er immer wieder unterstreicht, sei DAS auch der Wunsch vieler Menschen auf der Welt.
Nun ging Anfang der Woche die Meldung um, Facebook hätte den beliebten Fotodienst Instagramm für eine schlappe Milliarde Dollar gekauft. Kürzlich präsentierte man sogar schon die ersten, für die Bearbeitung von Fotos zur Verfügung stehenden Filter, die nicht nur Hobby-Möchtegern-Fotografen wunderbar einfache Möglichkeiten bieten, aus ihren langweiligen Bildern wahre Kunstwerke zu machen.
Schon ein “paar Wochen” weiter zurück liegt hingegen die Einführung der bereits im September vergangenen Jahres von Herrn Zuckerberg persönlich vorgestellten Timeline. Welche quasi als digitaler Lebenslauf zu sehen ist, von Datenschützer deshalb auch reihenweise kritisiert wurde, bislang aber noch in einer Art Ausrollphase steckte und somit vom Nutzer explizit aktiviert werden musste. Oder eben auch nicht. Seit Ende März, ist dieses Feature nun allerdings für jeden Pflicht. Das heißt: jeder der auf Facebook registriert und aktiv ist, hat zwangläufig auch eine Timeline, die seine Aktivitäten auf der Plattform dokumentiert.
Bereits Ende 2010 kam Facebook mit einem, seiner Zeit als “E-Mail Killer” erwarteten, Feature daher und schuf quasi eine Art Kommunikationszentrale in und um sein Netzwerk. Darin inbegriffen ist auch eine eigene Facebook-Email-Adresse in der Form Benutzername@facebook.com, dessen Nutzung bislang ebenfalls freiwillig war. Schon bald soll die allerdings zur Pflicht werden, was verständlicherweise ebenso für Empörung sorgt.
Und was ist das Ende vom Lied? Fans wandern in Scharen ab? Glaubt man dem Bericht von Chip online, sieht es ganz danach aus. Grund wäre in diesem Fall zwar in erster Linie die besagte Timeline, doch möchte man meinen, dass Facebook sich im gesamten nicht unbedingt Freunde mit seinem handeln und tun in letzter Zeit gemacht hat.
Allerdings sind Meldungen über massenhafte Abwanderungen auch nichts wirklich neues. Meist folgen nur wenige Wochen später neue Rekordmeldungen, in Bezug auf die Mitgliederbasis. Interessant zu sehen finde ich es dennoch… vor allem mit dem Gedanken im Hinterkopf, wer dem Netzwerk nicht alles schon seit Monaten den Rücken kehren und sich nach Alternativen umsehen wollte. Warten wir mal ab, was die nächsten Wochen bringen…

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