Liegt es daran, dass ich mich seit bestehen dieses Blogs (rund 2 Jahre) vermehrt für derlei Dinge interessiere, oder haben die so genannten Big Brother Awands wirklich an Bekanntheit und Bedeutung in dieser Zeit gewonnen? Ok, Medienberichte halten sich noch in überschaubaren Grenzen, was aber wohl eher mit dem Zeitpunkt der Verleihung, als mit der Priorität der Sache zu tun hat.
Bereits am gestrigen Freitag Abend, um 18 Uhr fand nämlich die nunmehr 12. Verleihung des eigentlich als Negativpreis zu verstehenden Awards statt. Denn ihn als “Oscars” für irgendetwas zu bezeichnen, ist wahrlich nur im übertragenen Sinne zu verstehen.
Die BigBrotherAwards Deutschland wurden ins Leben gerufen, um die öffentliche Diskussion um Privatsphäre und Datenschutz zu fördern – sie sollen missbräuchlichen Umgang mit Technik und Informationen zeigen.
Heißt es z.B auf der Website, einleitend in einer kurzen Erklärung der Veranstalter.
Insgesamt wurden auch dieses Jahr wieder in ganzen sieben Kategorien die vermeintlich größten Sünden bzw. Sünder in Puncto Datenschutz und Privatsphäre prämiert. In der Kategorie Politik:ganz vorne mit dabei war unser, speziell auch im Netz, beliebter Innenminister Hans-Peter Friedrich, für die Einrichtung des seiner Zeit hoch gelobten Cyber-Abwehrzentrums sowie eines Gemeinsamen Abwehrzentrums gegen Rechtsextremismus (GAR) inkl. einer “Nazi-Datei“, quasi über alle Köpfe hinweg, auf eigene Faust.
Der Grund dafür ist naheliegend:
Mit der geplanten Verbunddatei und den neuen Abwehrzentren werden Polizei, Geheimdienste und teilweise das Militär auf problematische Weise verzahnt – unter Missachtung des Verfassungsgebots einer strikten Trennung dieser Sicherheitsbehörden.
Aus ähnlichen Gründen erhielt auch die Cloud in diesem Jahr einen der fragwrüdigen Auszeichnungen. Nämlich in der Kategorie Kommunikation. Ausgerechnet… wo sie doch seit Jahren DAS große Trendthema in der IT-Szene ist.
Auch hier ist der Grund eigentlich naheliegend. Die Initiatoren sehen darin schlicht einen Trend, “den Nutzerinnen und Nutzern die Kontrolle über ihre Daten zu entziehen”. Man weiß also nicht wie sicher diese sind und wer, was damit anstellt.
In diesem Zusammenhang muss ich allerdings gleich wieder an den heiß ersehnten Google Drive denken, der uns ja eigentlich noch diesen Monat zugänglich werden soll. Es wird Zeit…
Von “Anfang des Monats” war die Rede.

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