Man könnte auch sagen: “Microsoft überwacht die Nutzeraktivitäten seiner hauseigenen Messengers”. Im Grunde spielen Messenger wie MSN oder ICQ zwar kaum noch eine ernstzunehmende Rolle im Netz, da sich die Kommunikation mit Freunden, Bekannten etc. ohne hin größtenteils in sozialen Netzwerken wie Facebook, oder Google+ abspielt. Interessant ist die Tatsache dennoch! So mal sie nicht nur – möchte fast sagen Microsofttypisch – halbherzig wirkt, sondern auch die Debatte um Überwachung im Netz befeuert.
Gut, in diesem konkreten Fall geht es um “The Pirate BayW“! Das wohl bekannteste und größte BitTorrentW-Netzwerk der Welt. Versucht ein Nutzer nämlich einen Link zum Netzwerk, über den Microsoft-Messenger oder besser mit seinem Windows Live Account zu verschicken, wird dieser mit der Begründung vermeintlich unsicher zu sein ganz einfach nicht akzeptiert bzw. blockiert. Er wird also ganz einfach nicht abgeschickt. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob ihr tatsächlich den Microsoft-Messenger, oder einen Drittanbieter-Clienten wie Miranda oder Pidgin verwendet.

Das merkwürdige an der Sache ist nur, das andere BitTorrent-Netze nicht betroffen wären, wie es kürzlich beim Torrent Freak hieß. Ob es noch weitere Netzwerke, Schlagwörter u.ä. gibt, die das versenden der Nachrichten untersagen, ist bislang unklar, aber wohl anzunehmen. Microsoft selbst habe sich bislang nämlich noch nicht zu den Erkenntnissen geäußert. Die Tatsache als solche lässt allerdings wieder einiges an Spekulation, auch in Hinblick auf andere Anbieter zu. Überwachung ist eben das Thema der letzten, aktuellen und wohl auch der nächsten Stunden.

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