Kennt ihr noch Mechthild Dyckmans? Deutschlands Drogenbeauftragte, die im vergangenen Jahr mit der Meldung, das es hierzulande bereits über eine halbe Millionen “Internetsüchtige” Menschen gäbe, auf sich und ihre Arbeit aufmerksam zu machen verstand? Heute legte sie anlässlich der von der Regierung verabschiedeten “nationalen Strategie zur Drogen- und Suchtpolitik” nach.
Laut Medienberichten sei sie zu der Erkenntnis gelangt, das “riskantes Konsumverhalten immer mehr zu nehme.” Dabei zur Sprache kam auch einmal mehr die so genannte “Online- oder Internetsucht” zu der es zwar nach wie vor keinerlei fundierte Erkenntnisse gäbe, sie nicht mal offiziell als Krankheit anerkannt ist, aber dennoch tiefe Sorgenfalten ins Gesicht von Frau Dyckmans zeichnet.
Rund drei Millionen Menschen sind problematisch oft im Internet oder schon abhängig davon.
Spiegel Online Reporter Konrad Lischka nennt das Baby zum Abschluss seines diesbezüglichen Kommentars beim Namen.
Die Drogenbeauftragte handelt nur nach dem Motto: Wir wissen nicht, worüber wir reden, aber wir tun etwas dagegen.
Wohin dieses “Nichtwissen” und die Panikmache am Ende führt, kann man ganz gut an einem Artikel mit der Überschrift: Krankenkasse warnt vor “Social-Media-Burnout” erkennen.
Es gebe zwar noch keine wissenschaftlichen Erkenntnisse zu einem “Social-Media-Burnout”, sagte der Psychologe Heiko Schulz von der Techniker Krankenkasse (TK) am Rande der Social Media Week in Hamburg. “Aufgrund von Erfahrungen” spreche aber einiges dafür, dass eine übertriebene Nutzung zu einem Erschöpfungssyndrom beitragen könne.
Möglich ist alles. Und sicherlich wird die Informationsflut, die in sozialen Netzwerken – bezieht es auf das gesamte Internet, wenn ihr wollt – jeden Tag über uns herein bricht über einen längeren Zeitraum schon ihre Spuren hinterlassen (Stress etc.), aber derzeit ist wie gesagt NICHTS erforscht, bewiesen oder sonstiges. Um kräftig Staub aufzuwirbeln scheint es aber alle mal zu reichen.

Folgen per: