Ja ist es denn die Möglichkeit? Bereits am Wochenende trug der Bitkom die “frohe Botschaft”, im selben Wortlaut, hinaus ins Land und ich hatte das Ganze eigentlich schon als “kannste vergessen” abgehakt. So mal ich in letzter Zeit immer wieder das Gefühl habe, diverse Studien- bzw. Umfrageergebnisse werden ganz einfach aus allen möglichen Blickwinkeln betrachtet und immer wieder für neu verkauft.

Das soziale Netzwerke a la Facebook, Twitter und/oder Google+ nämlich schon seit einigen Jahren schwer angesagt sind, hatte man bereits vor rund einem Jahr beleuchtet. Fast jeder Zweite Internetnutzer in Deutschland sei bei Facebook oder anders ausgedrückt: Drei Viertel der Onliner in Deutschland seien in sozialen Netzwerken aktiv. Letztlich würden soziale Netzwerke inzwischen sogar als das Informationsmedium Nr. 1, noch vor TV und Radio angesehen werden. Und nun stellte sich also heraus, das Internetnutzer in Deutschland die meiste Zeit in eben diesen sozialen Netzwerken verbringen würden.

Social-Media-Zeit-1024x717 in Bitkom: Internetnutzer verbringen die meiste Zeit in Sozialen Netzwerken

Immerhin: Im Vergleich zum Vorjahr wären die knapp 23 Prozent gleichbedeutend mit einer satten Steigerung von ganzen 9 Prozent. Wobei ich an der Grafik ja die Tatsache interessant finde, dass Suchmaschinen wie bspw. Google mit gerade mal 2 Prozent doch verhältnismäßig weit abgeschlagen sind.

Interessant deshalb, weil Googles erklärtes Ziel ist, dem Nutzer möglichst schnell, möglichst relevante Ergebnisse zu liefern. So gesehen könnte man die 2 Prozent auch als klaren Erfolg des Unternehmens werten. Natürlich gibt es noch weit mehr Suchmaschinen im Internet, aber ich denke Google ist im allgemeinen schon ein guter Indikator.

Mit “Multimedia” meint man Musik-, Foto- und Video-Websites wie LastFM, Flickr, YouTube etc. und unter “Portale” sind Internetauftritte wie Yahoo, T-Online oder MSN zu verstehen, auf denen der Nutzer quasi von allem etwas (News, Videos, Shoppingangebote usw.) bekommt.

Über den Daumen gepeilt ersetzen soziale Netzwerke jeden weiteren, in der Grafik aufgeführten, Punkt. Auch das dürfte kaum noch jemanden überraschen, würde aber wohl nur wenig Spielraum für weitere, atemberaubende Studien in der Zukunft lassen.

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