Schon im letzten Jahr berichtete Netzgezwitscher von der bereits seit 2006 vom IT-Dino IBM alljährlich vorgestellten “Next 5 in 5″-Reihe, in der das Unternehmen die aus seiner Sicht wahrscheinlichsten, oder sagen wir besser: wünschenswertesten Technologien der kommenden fünf Jahre vorstellt. Ob sich diese nämlich auch wirklich erfüllen, darf zunächst einmal in Frage gestellt werden. Auf jeden Fall zeigt es aber, wo der Weg hinführt und dürfte gerade für Technikbegeisterte Menschen immer wieder ein Genuss sein.
Die Schwerpunkte legte IBM dieses mal auf die Bereiche
- Energiegewinnung
- Sicherheit (in der IT)
- Gedankenlesen
- Mobile IT
- Datenanalyse
wobei die Reihenfolge wohl eher keine übergeordnete Rolle spielt. Auch heißt es nicht, das wir in den nächsten fünf Jahren zwangsläufig mit diesen Technologien arbeiten werden, denn schon ein Blick auf die oben verlinkte Vorschau aus dem letzten Jahr macht deutlich, das es sich hierbei nicht um eine verbindliche Vorhersage handelt.
Energiegewinnung
Den Ansichten der IBM-Forscher zufolge werden wir allerdings schon bald unseren Strom selbst produzieren. Ganz einfach durch gewöhnlich Aktivitäten wie Joggen, Fahrradfahren, aber auch spazieren gehen, einkaufen o.ä. Wir machen uns sozusagen selbst zu Hamstern in einem imaginären Laufrad und entlasten somit diverse Kraftwerke, was – nebenbei bemerkt – sicherlich auch den viel diskutierten Atomausstieg in Deutschland voran treiben würde. Die dabei freigesetzte Energie wird anschließend in Akkus gespeichert, ins Netz eingespeist und soll in der Gesamtheit letztlich ganze Städte mit Energie/Strom versorgen können. Hierbei spielt zudem auch die Erforschung der Energiegewinnung aus den Wellen der Meere eine große Rolle. Stark vereinfacht gesagt: Während das Wasser praktisch ans Ufer bzw. etwaige Felsen schwappt, freut sich der Mensch über neuen Strom.
Sicherheit in der IT
Ein Thema was angesichts der zunehmenden Digitalisierung eigentlich nie zu kurz kommen darf. Künftig werde der Gebrauch von bspw. Passwörter oder allgemeinen Zugangsdaten durch so genannte Biometrische Technologien ersetzt. Ob per Stimme, Fingerabdruck oder Irisscan… man braucht sich praktisch keine Passwörter o.ä. mehr zu merken und auch ein Fälschen oder Missbrauchen durch Dritte scheint zunächst einmal ausgeschlossen.
Gedankenlesen
Klingt auf den ersten Blick nach Science-Fiction, umfasst allerdings die Möglichkeit, anhand diverser Hirnstrom-, Blutzirkulations- o.ä. Messungen zu erkennen, was ein Anwender gerade denkt bzw. machen möchte. Bsp: In 5 Jahren soll es möglich sein, beim fernsehen einfach an einen anderen Sender zu denken, den man in diesem Moment lieber sehen würde und schon schaltet das Gerät entsprechend um. Der Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Ob ein Smartphone eine entsprechende Nummer wählt, sich die Raumtemperatur den Gedanken anpasst oder bestimmte Websites mit dem Computer, Smartphone oder Tablet aufgerufen werden… in den kommenden Jahren wird es nicht mehr nötig sein, sich mit Tastatur und Maus auseinander setzen zu müssen.
Mobile IT
Laut IBM hätten in 5 Jahren über 80 Prozent der Weltbevölkerung ein mobiles Endgerät wie Smartphone, Tablet, LapTop o.ä. was natürlich auch den ohne hin schon schwellenden Trend des mobilen Internets weiter beflügeln wird. Im Mittelpunkt stehen dabei in erster Linie zwar die in diesem Bereich bislang eher weniger weit entwickelte Länder, doch auch in Deutschland hat das mobile Internet mehr Bedeutung, als man zunächst denken mag. Immerhin hätte auch hierzulande jeder vierte Haushalt noch keinen festen Internetanschluss und immer noch stolze 17 Prozent der deutschen Bevölkerung – im Alter zwischen 16 und 74 Jahren – wären im vergangenen Jahr angeblich noch nie online gewesen.
Datenanalyse
Abgesehen davon, das der Nutzer faktisch kräftig durchleuchtet wird, ist damit gemeint, dass diverse Anwendungen bspw. zur Anzeige von Nachrichten, E-Mails etc. völlig automatisch nach Relevanz und Interessen des jeweiligen Nutzers filtern und sogar handeln. Am einfachsten kann man es sich anhand eines Spam-Filters im eigenen E-Mail Postfach vorstellen. Nervige und unwichtige Nachrichten werden ganz einfach ausgefiltert und/oder sogar selbstständig gelöscht. Natürlich muss das jeweilige Programm dazu wissen, was einen interessiert und was nicht. Deswegen sprach ich eben von “durchleuchtet”, so mal ein Spam-Filter nur die einfachste Art der Trennung zwischen “gut” und “böse” darstellt. Ein anderes Beispiel wäre ein Einkauf im Internet und das Programm erkennt anhand der Vorlieben selbstständig, das Produkt X gerade im Angebot ist, weiß das 3 Personen versorgt werden müssen und legt die entsprechende Menge selbstständig in den Warenkorb. Auch in diesem Zusammenhang ließen sich unzählige Möglichkeiten nennen.
Aber seht einfach selbst…

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