Erste, diesbezügliche Meldungen erschienen bereits am gestrigen, späten Abend. Seit den frühen Morgenstunden, sind sie nun allerdings auch in Deutschland präsent und ich habe dabei einmal mehr das Gefühl ein De ja-Vu zu erleben.

Dennoch finde ich die Sache durchaus interessant. Somal Facebook gemein hin als notorischer Datensammler bekannt ist und nun selbst sein Gründer und Chef Mark Zuckerberg einmal zu spüren bekommt, was das im schlimmsten Fall bedeuten kann.

Konkret geht es um einen “Software-Fehler” beim sozialen Netzwerk, der es im Grunde jedem für “kurze Zeit” ermöglicht haben soll, ursprünglich als privat deklarierte und somit nicht für die Öffentlichkeit bestimmte Fotos eines x-beliebigen Facebook-Nutzers sehen und in diesem Zusammenhang natürlich auch weiter verbreiten zu können.

Dazu musste man laut US-Medienberichten zunächst ein öffentliches Bild eines Nutzers als anstößig melden. Danach wurde angeboten, noch weitere Fotos aus dem Profil als unangemessen zu markieren – dabei bekam man in einigen Fällen durch den Software-Fehler Zugang auch zu privaten Bildern. In einigen Fällen habe das funktioniert, in anderen nicht [...]

So die inzwischen wortgleiche Erläuterung diverser Online-Medien, unter Berufung auf US-Magazine.

Bin ich dabei der einzige, der das Gefühl hat, das sich genau das selbe Ereignis gefühlt vor genau einem Jahr schon mal ereignete? Ich bin gespannt was Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner dazu sagen wird. Ich rechne ja fest mit einer ausführlichen Stellungnahme. Bessere Argumente für Datensparsamkeit u.ä. kann man ja kaum bringen.

Wer nun allerdings auf die Idee kommt, mal eben schnell die oben genannten Schritte nachzuvollziehen, dürfte enttäuscht werden. Facebook habe das System nämlich vorerst deaktiviert und würde es – nach eigenen Aussagen – auch erst nach einer eingehenden Überprüfung bzw. Behebung des Fehlers wieder öffnen, heißt es.

Naja und Herr Zuckerberg wird es vermutlich überleben, das es kurzzeitig jedem möglich war ihn z.B. “beim Kochen oder mit einem Huhn in der Hand” zu sehen. Wenn man sich anguckt wer, fast täglichen Medienberichten zufolge aber alles Nacktbilder von sich ins Internet stellt und vermutlich auch bei Facebook ablegt, können wir uns nun aber vielleicht noch auf den ein oder anderen “Skandal” einstellen.

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