Für mich persönlich ist das Wort “Jugendwort” ja nach wie vor “der Gewinner der Herzen” – jetzt und für alle Ewigkeit! Seit kurzem stehen die 15 – von Jugendlichen vorgeschlagenen – Begriffe zum Jugendwort 2011, aus denen nun wiederum eine unabhängige Jury den Sieger küren wird, fest und abgesehen von den Wörtern ansich, ist es mal wieder interessant zu sehen wie Medien, Wissenschaftler, Psychologen und die ganzen anderen “Experten” darauf reagieren.

Die Wahl zum Jugendwort erfolgt nun schon zum vierten mal und soll den Sprach- und Wortwandel durch den kreativen Umgang der Jugendlichen mit der Alltagssprache veranschaulichen und dokumentieren. So zumindest die Theorie.

Stark vereinfacht könnte man auch sagen: “Sprachforscher, Wissenschaftler und Konsorten schauen sich an, wie sich die Sprache und Ausdrucksweise der Jugendlichen entwickelt und ziehen daraus ihre Schlussfolgerungen.”

Na und mal ganz objektiv betrachtet: Was soll man bei den Wörtern “Niveaulimbo” (das ständige Absinken des Niveaus – Gewinner 2010), “hartzen” (arbeitslos sein, rumhängen – Gewinner 2009) oder “Gammelfleischparty” (Ü-30-Party – Gewinner 2008) großartig schlussfolgern?

Die diesjährigen Vorschläge kann ich persönlich schon wesentlich besser nachvollziehen und gleichzeitig lässt sich daran auch gut erkennen, was besagte “Experten” denn warum schlussfolgern. Ein diesbezüglicher Bericht auf Welt Online bspw. dürfte Jugendlichen ein breites grinsen, oder vielleicht auch die ein oder andere runzelnde Stirn ins Gesicht zaubern.

Ich selbst bin keiner dieser “Experten” – interessiere mich aber dennoch für die Entwicklung der deutschen Sprache und gelange einmal mehr zu der Erkenntnis, das sich selbige nicht mal eben von irgendwelchen Wissenschaftlern, Sprachforschern usw. dokumentieren lässt.

Ein Wort, das Aussicht auf den diesjährigen Titel hat ist bspw. “Laser”! Einfach so… klingt hohl, sinnfrei und irgendwie nach “Jugendsprache”. Icon Wink in Welcher Begriff wird das Jugendwort 2011? Die Finalisten stehen fest!

Welt Online erklärt seinen Lesern die Entstehung wie folgt:

“Laser“ zum Beispiel, einer der Top-15-Begriffe 2011, verwendet Dieter Bohlen als Juror bei “Deutschland sucht den Superstar“ häufig. Das heißt so viel wie super/heftig/abgefahren, einer der Kandidaten in den meist durchweg peinlichen Städte-Castings führte das Wort in die Sendung ein. [...] Man kennt es aber auch aus dem Lied “Nein Mann“ von “Laserkraft 3D“: “Voll Laser wie du abgehst“, heißt es in dem Song (Super, wie tu tanzt).

Alles klar? Wie gesagt: ich bin kein “Experte” auf diesem Gebiet, will es auch gar nicht sein, aber für Wissenschaftler aller Art könnte es vielleicht völlig neue Erkenntnisse bringen, wenn man bedenkt, dass das Wort “Laser” schon vor rund 10 Jahren – vor Deutschland sucht den Superstar und diversen Rappern – immer mal wieder sprachlich verwendet wurde.

Ursprünglich stammt es nämlich aus dem Film “Austin Powers – Spion in geheimer Missionarsstellung”. Wurde praktisch schon seit Generationen weitergegeben und heute weiß scheinbar keiner mehr woher es kommt, was es soll und überhaupt. Die Definition ist die gleiche, aber mit Casting-Shows hat das Ganze überhaupt nichts zu tun.

Warum erzähle ich das alles? Im Grunde interessiert es mich auch, wie sich die deutsche Sprache entwickelt, doch diesen “Wissenschaftlerkram” mag ich irgendwie gar nicht. So mal er oftmals einfach nicht stimmt und letztlich eher ein schlechtes/dummes Bild auf diejenigen wirft, die diese Wörter verwenden. Das es grundsätzlich natürlich schön wäre, wenn die heutige Jugend die reine, langweilige, uninteressante deutsche Sprache fehlerlos beherrschen würde ist dabei wieder eine andere Sache, aber selbst da bin ich der Meinung, dass man nicht lange zu forschen braucht. Stichwort: Schulsystem/Bildung/Erziehung.

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