Nach eigenen Angaben vertritt der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (kurz: Bikom) hierzulande mehr als 1.350 Unternehmen der “IT-Industrie”. Bei wichtigen Themen, wie – in Bezug auf Facebook – bspw. dem Datenschutz im Netz oder bestimmten Teilen davon, tritt der Bitkom als eine Art Berater bspw. für die hiesige Politik auf. Seit heute Mittag zählt nun auch Facebook zu den Mitgliedern, denn angeblich nehme das soziale Netzwerk seine “Verantwortung gegenüber den mehr als 20 Millionen deutschen Nutzern sehr ernst”.
Ja natürlich, oder hätte etwa jemand etwas anderes vermutet? Im Grunde scheint das ganze ja eine Meldung zu sein, wo man sich zunächst denken mag: “Aha!” Irgendwie habe ich jedoch das untrügliche Gefühl, das sie uns in absehbarer Zeit nochmal beschäftigen wird. Dabei möchte ich jetzt gar nicht auf die unzähligen Reibereien, der Vergangenheit, mit deutschen Datenschützern eingehen.
Das Facebook in diesem Bereich wahrlich kein Unschuldslamm ist, sollte sich inzwischen herum gesprochen haben, auch das Politikern und Datenschützern in Deutschland bislang die Hände gebunden waren, um wirklich “Besserung” herbei zu führen. Doch nun kommt Facebook ihnen scheinbar einen Schritt entgegen.
So sieht es zumindest auf den ersten Blick aus. Mit den “Befürchtungen” des ehemaligen Facebook-Präsidenten Sean Parker im Hinterkopf, wirkt das Ganze jedoch schon ein wenig anders. Dieser zeigte sich auf dem Web 2.0 Summit in San Francisco, aufgrund massiver Abwanderungen der Nutzerschaft zur Konkurrenz nämlich besorgt um die Zukunft des sozialen Netzwerks. Naja und ein besserer Datenschutz steht ja inzwischen nicht nur in Deutschland ganz oben auf der Wunschliste emsiger Facbook-Nutzer.
Ich bin mal gespannt, wie lange der nächste “Datenskandal” auf sich warten lässt und vor allem was dann passieren wird, oder unterschätze ich den Beitritt zum Bitkom etwa?

[...] Nummer 1 der sozialen Netzwerke wenn, dann ja vorwiegend im Zusammenhang mit dem oft kritisierten Thema Datenschutz in den Medien vertreten. Während die beiden, vermeintlich ärgsten Konkurrenten Twitter und [...]