Genauer betrachtet ist diese Geschichte eine der etwas längeren Sorte, dürfte aber beim ein oder anderen Leser durchaus auf reges Interesse stoßen. Nicht umsonst beschäftigt sich mittlerweile, gefühlt die halbe Bloggosphäre damit.
Bei allem Lob und aller Kritik der Vergangenheit, gab es bislang stets zwei grob vorherrschende Meinungen: entweder man nutzt Facebook mit all seinen Vor- und Nachteilen, oder lässt es bleiben.
Mit seiner erst kürzlich vorgestellten “Timeline”, soll es für Nutzer nun möglich werden, ihr komplettes Leben, jede Handlung, jeden Schritt – sogar rückwirkend – auf Facebook veröffentlichen zu können. Datenschützer zeigten sich bereits emport, ob der Tatsache, das Facebook auf diese Weise Unmengen an Daten zugespielt bekäme und seine inzwischen rund 800 Millionen Mitglieder dadurch besser kenne, als diese sich selbst. Natürlich ist Facebook schwer dahinter diese Daten in Geld um zu münzen. Was das Verhalten in der nachfolgende Geschichte zwar in keinster Weise rechtfertigt, aber doch irgendwie erklärt.
Kurz angerissen geht es nämlich um die Frage was passiert, wenn jemand seine – durch das Unternehmen – gespeicherten Daten ausgehändigt haben möchte. Dann nämlich zeigt Facebook sein wahres Gesicht und verwehrt diesen Wunsch (zumindest die Herausgabe aller Daten) mit fragwürdigen Begründungen.
Linus Neumann hat den Fall auf Netzpolitik.org sehr anschaulich geschildert, so das ich euch an dieser Stelle ruhigen Gewissens darauf verweise. Schaut es euch an und bildet euch selbst eine Meinung. Angesichts der immer lauter werdenden Kritik, zunehmenden Abwanderungsgedanken etliche Nutzer und nicht zuletzt der harten Konkurrenz, habe ich persönlich fast das Gefühl, Facebook schaufle sich sein eigenes Grab, allerdings scheint man sich seiner Sache dort auch ziemlich sicher zu sein.
Für viele dabei scheinbar wohl schon in Vergessenheit geraten ist, in diesem Zusammenhang, das im letzten Jahr kurzzeitig für Aufregung sorgende Chat-Protokoll des jungen Facebook-CEO, noch vor dem großen Erfolg. Wirklich geschadet hat ihm dieses ja auch zu keinem Zeitpunkt.

Interessante Information: diesen Chat mit “Zuck” kannte ich noch gar nicht. Ein Grund mehr, sich dem Ganzen erst gar nicht mehr zuzuwenden.
Ich dachte der wäre überall bekannt. Wurde letztes Jahr kurzzeitig recht intensiv diskutiert. Nicht zuletzt auch beim Film “My social network”, den ich selbst aber auch nicht gesehen habe.
Für mich – als nach wie vor tapferer Facebook-Abstinenzler – sind das allerdings 100 kleine Punkte die zusammenkommen und allmählich ein wahrlich schlechtes Bild auf das Netzwerk werfen.
[...] aufmerksam, wonach das Netzwerk zwar alles speichere, was nicht Niet- und Nagelfest ist, sich bei der Herausgabe der Daten aber quer stelle und diese (zumindest in vollem Umfang) mit fragwürdigen Begründungen [...]