In den letzten Wochen war das Thema “Facebook-Partys” ja augenscheinlich sehr beliebt in der Politik. Auch Netzgezwitscher berichtete Anfangs vom Streben nach einem Verbot selbiger und nur einen Tag später von der damit losgetretenen Frage nach Sinn oder Unsinn des Ganzen. Nun könnte man sich sicher fragen, ob die Politik in Deutschland nichts zu retten, senken, reformieren oder sonstiges hätte. Erst recht könnte man nun allerdings die oft in diesem Zusammenhang genannte “Medienkompetenz” selbiger in Frage stellen.

Wir erinnern uns: Nicht nur, aber gerade einige CDU-Politker riefen am lautesten nach einem Verbot. Forderten mehr Aufklärung und stellten die besagte Medienkompetenz vieler (vorwiegend jüngerer) Internetnutzer in Frage.

Das sich die Partei, mit einer Verbots-Forderung, zumindest im Netz nicht wirklich beliebter machte, dürfte nicht so schwer nachvollziehbar sein. In wie weit die CDU nun selbst über genügend Medienkompetenz verfügt und an dem festhält, was sie selbst fordert darf inzwischen (abgesehen von der Energiewende) allerdings auch offiziell in Frage gestellt werden.

Mit der Überschrift: “Die Facebook-Trottel von der CDU” leitete die Hamburger Morgenpost nämlich kürzlich einen durchaus amüsanten Artikel zu diesem Thema ein. Dabei ist der dieser keineswegs übertrieben, bringt die Sache viel mehr auf den Punkt.

Für den 20. August hatte die CDU nämlich ein Sommerfest in einer Scheune des kleinen Örtchens Hasloh im Kreis Pinneberg geplant. Na und wie sorgt man am besten für gute und ausgelassene Stimmung? Richtig: man lädt über Facebook zum kommen ein. Dumm nur, wenn es einem dabei genauso geht, wie den “Gastgebern” diverser Facebook-Partys der Vergangenheit und man die Meldung der ganzen Community zugänglich macht.

Mit Ankündigungen wie: „Yeah! Ich bring die Punks vom Kiez mit!“ oder Gerüchten, dass die CDU Literweise Freibier ausgebe, kündigten inzwischen mehr als 3.000 Gäste ihr kommen an. Icon Smile in So schnell kann es gehen: CDU ruft Party auf Facebook aus und wird zur Lachnummer Zuviel für die CDU! Fast ein wenig Mitleid erregend sagte der CDU-Ortsvize Michael Witt:

„Diese Welle ist kein Spaß mehr“

So fand die Party ein jähes Ende, bevor sie richtig begann, denn unter dem Hinweis, dass nur Hasloer und Freunde zugelassen wären, bließ man die ganze Aktion ab. Der gute Herr Witt ist dennoch der Meinung:

„Es muss aber möglich sein, für eine nette Veranstaltung bei Facebook zu werben, ohne dass es gleich ausufert.“

Das würde doch aber bestimmt auch eine “nette Veranstaltung” werden. Die tun doch nichts, die woll’n nur spielen! Icon Smile in So schnell kann es gehen: CDU ruft Party auf Facebook aus und wird zur Lachnummer Beispiel?

Angeblich sollen „Die Atzen“ live in der Scheune zum „Disco Pogo“ bitten, auch die Hells Angels würden vorbeischauen.

Klingt doch nach ner bunten Sause oder nicht? Ob in der CDU eigentlich jemand einen, in diesem Zusammenhang, geforderten Internet-Führerschein hat?

(Gefunden auf Netzpolitik.org)

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1 Kommentar

  1. [...] will komplett anrücken. War da nicht was mit Facebook-Partys? Das ganze geht nun als “Die Facebook-Trottel von der CDU” in die Geschichte ein. [...]

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