Missverständnisse ist dabei vielleicht sogar das falsche Wort. Viel mehr glauben erschreckend viele Nutzer Dinge, in Bezug auf den sicheren Umgang mit dem Netz und eigenen PC, die so nicht stimmen und den ein oder anderen in flascher Sicherheit wiegen könnten/sollten/dürften.

Sieht man sich das Ergebniss einer Studie der Sicherheits-Experten von G Data an, erkennt man wie wichtig die Aufklärung der Menschen in Bezug auf dieses Thema wirklich ist. Ob Facebook-Partys, Spam-Mails oder gefälschte Websites. Am Ende herrscht das pure Chaos, man ließt nur noch von geplünderten Bankkonten, verwüsteten Rechnern u.ä.

Abgesehen davon, das Studien der Vergangenheit zumeist zeigten, das vielen Nutzern die eigene Sicherheit im Netz auch nicht so sehr am Herzen zu liegen scheint, wie man vielleicht annehmen könnte, brachte das Ergebnis der besagten Studie, zu der man rund 15.000 Internetnutzer in 11 Ländern zu Themen wie Virenschutz, Computerschädlinge oder ihr Verhalten in sozialen Netzwerken befragte, ein doch erschreckendes Ergebnis.

So sind bspw. 92% der Befragten der Meinung, eine evtl. Infektion des eigenen PCs sehen und/oder innerhalb kürzester Zeit feststellen zu können. Wenn es so wäre? Wie können dann Konten geplündert und Daten ausspioniert werden? Fairerweise muss man dazu sagen, dass deutsche Internetnutzer – laut G Data – in dieser Hinsicht noch am besten informiert wären. Dennoch würden auch hierzulande acht von zehn der Befragten daran glauben einen Schädlingsbefall ihres Computers zum Beispiel durch das Abstürzen des Systems, diversen aufpoppenden Fenstern oder durch nachlassende Geschwindigkeit des Rechners erkennen zu können. In der Tat waren dies wohl auch mal erste Anzeichen eines Befalls – in den frühen 90ern!! Heute werden Schädlinge so programmiert, das sie möglichst wenig auffallen und selbst Sicherheitslösungen (bspw. Anti-Viren Software) Probleme bekommen selbige zu erkennen.

Rund 63 Prozent der Befragten glauben hierzulande, dass ihr PC nicht durch den reinen Besuch einer Internetseite infiziert werden könnte. Was ebenfalls ein böser Irrglaube ist. Nicht zuletzt deswegen, weil diese Art einen Rechner mit Schadsoftware zu “verseuchen” laut G Data inzwischen einer der meist verbreitetsten und genutzten Methoden wäre.

Über die Hälfte (53 Prozent) der Deutschen Teilnehmer glauben sogar, dass sich Schadsoftware vorwiegend über E-Mail Anhänge verbreite. Nach dem Motto: Wenn ich keine E-Mails öffne, deren Absender ich nicht kenne, kann mir auch nichts passieren. Auch wenn dieser Wunschgedanke nicht völlig aus der Luft gegriffen ist, werden E-Mails heute nur noch vergleichsweise selten zur direkten Verteilung von Schadcode genutzt. Allerdings können sie Verweise auf mit Schädlingen befallene Websites enthalten, bei dessen Besuch der eigene PC befallen wird.

Letztlich kann man jedoch nicht mehr machen, als die Menschen auf ihren Irrglauben hinzuweisen. Der von Seiten der Politik in diesem Zusammenhang meist erwähnte Internet-Führerschein würde aus meiner Sicht auch nicht viel an einer derartigen Situation ändern, doch sollte man sich etwas vernünftiges Einfallen lassen, wie man solche Gedanken bereits im Keim ersticken kann. Dazu nur auf die Politik zu zeigen halte ich allerdings für ebenso falsch!

Ich freue mich immer über Feedback. Schreib dazu einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag. Wenn du den kostenlosen RSS-Feed abonnierst, erfährst du zudem als erster von neuen Beiträgen. Auf Twitter sogar von Neuigkeiten aus anderen Bereichen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>