Auf den ersten Blick sicherlich nichts. Das eine ist die “kleine Milchmahlzeit” für Zwischendurch und das andere die “wahrscheinlich” sicherste Einrichtung gegen Cyberangriffe auf der ganzen, weiten Welt. Weil dort nämlich von allen Strafverfolgungsbehörden in Deutschland das beste zusammenkommt! “Und darum heißt das Cyberabwehrzentrum, Cyberabwehrentrum?” “Nein! Warum weiß ich auch nicht, aber es passte gerade so schön!”
Seit April arbeitet die Einrichtung bereits. Vergangenen Donnerstag wurde sie nun aber auch, unter großem medialen Interesse, offiziell eröffnet. In seiner zugehörigen Pressemitteilung, erklärt das Federführende Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) das Ganze so:
Das Cyber-Abwehrzentrum wurde als gemeinsame Plattform zum schnellen Informationsaustausch und zur besseren Koordinierung von Schutz- und Abwehrmaßnahmen gegen IT-Sicherheitsvorfälle errichtet. [...] Es hat zur Aufgabe, IT-Sicherheitsvorfälle schnell und umfassend zu bewerten und abgestimmte Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Dazu werden unter anderem Informationen über Schwachstellen in IT-Produkten ausgetauscht sowie IT-Vorfälle, Verwundbarkeiten und Angriffsformen analysiert.
Etwas weniger förmlich und auf den Punkt gebracht erklärt euch der Postillion nochmal genau was das Nationale Cyber-Abwehrzentrum (wirklich) kann. Damit wären wir dann nämlich auch schon bei der anfangs angesprochenen Milchschnitte.
Dieser wurde nämlich gestern die von der – sagen wir: Verbraucherschutzorganisation – FoodwatchW verliehene Auszeichnung des “goldenen Windbeutels” zuteil. Ein für den Herrsteller Ferroro wohl unwillkommener Preis, in Bezug auf die dreisteste Werbelüge 2011.
So wenig zutreffend wie “Die Milchschnitte schmeckt leicht und belastet nicht“, ist wohl auch der Wunschgedanke der Regierung, mit dem Cyberabwehrzentrum gegen mögliche und nach eigener Darstellung, derzeit schier übermäßige Angriffe (aus dem “Cyberspace”) auf wichtige Infrastrukturen des Landes gerüstet zu sein.
P.S. Weil ich die Geschichte mit der Milchschnitte so “schön” finde und mich frage ob die Leute nun wirklich geschockt einen großen Bogen um die “lockerleichte” Michmahlzeit machen, möchte ich an dieser Stelle auch auf einen Artikel vom Februar hinweisen. Laut dem in den USA eine Mutter Ferrero auf Schadenersatz verklagte, weil sie feststellen musste, dass Nutelle garnicht so gesund ist, wie behauptet.
Ich spare mir dazu mal meinen Kommentar und bin gespannt wann die erste Klage aus Deutschland kommt, weil das Cyberabwehrzentrum nicht so sicher ist, wie man vielleicht denken mag.

[...] Klingt schon bald mehr nach der Moral oder besser: einer Kampfansage in einem spannenden Actionfilm. Dennoch bin ich gespannt, wie es nun weitergehen wird. Ob und wann weitere Hackergruppen in LulzSec’s Fußstapfen treten werden und letztlich natürlich auch auf die Lehren, die bislang gehackte Unternehmen und Regierungen daraus ziehen werden. Das sich von dieser Seite etwas ändert, kann ich mir bald garnicht vorstellen. Da rühmt man sich lieber mit einem weiteren Cyberabwehrzentrum. [...]