Das z.B. unser Werter Innenminister Hans-Peter Friedrich keine Gelegenheit auslässt vor der schier übermächtigen Gefahr aus dem Netz zu warnen und dabei die abenteuerlichsten Szenarien durchgeht, habe ich ja schon des öfteren geschrieben. Fakt ist jedoch: Hackerangriffe scheinen seit Monaten schwer in Mode gekommen zu sein. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht von einer neuen Attacke und dessen Konsequenzen berichtet wird.

Doch immer nur Unternehmen, Behörden oder gar IT-Systeme diverser Regierungen anzugreifen, ist auf Dauer langweilig.


Berichtete Spiegel Online über zwei Hackergruppierungen, die derzeit ohne hin die Schlagzeilen diverser Medien diktieren.

Ok, 4chan ist eigentlich keine Hackergruppierung. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Art “Untergrund”-Forum, aus dem aber immerhin die bis vor kurzem wohl bekannteste Hackergruppierung Anonymous hervor ging. Diese wurde nicht zuletzt durch ihre zahlreichen Angriffe auf Firmen bekannt, die Wikileaks einst ihre Zusammenarbeit (in Bezug auf die Auszahlung von Spendengeldern) entsagten.

LulzSec – eine Zusammensetzung aus den Begriffen “Lulz” [abel. von "LOL" - Laughing Out Loud" ("Lautes Lachen")] und “Security” (Sicherheit) -  hingegen stellt sich selbst als “Spasstruppe” dar, die lediglich aus Spaß an der Freude andere Websites kompromittiert und ggf. dabei erbeutete Daten veröffentlicht.

Der im Tweet verlinkte Artikel auf Spiegel Online sorgte bei vielen jedoch nicht nur für erstaunte Gesichter, sondern auch für die ein oder andere Verwirrung. Intern.de klärt auf!


LulzSec belohnt 4chan-Belästigung mit Password-Liste http://is.gd/ExGvCz
 in Cyberkrieg mal anders: Hackergruppierungen im Krieg - LulzSec legt sich mit 4Chan an
@Agent_Broiler
Jetzt Nicht

Von gestohlenen Passwörtern war die Rede, man könnte sich also Zugriff, auf die Konten der Hacker, innerhalb des Forums verschaffen. E-Mail Adresse, Klarnamen usw. schon interessante Daten, wenn man bedenkt, das diese eigentlich “geheim” gehalten werden. Doch wie man richtig bemerkte und inzwischen selbst bei Spiegel Online mitbekommen hat (Anmerkung am Schluss), gibt es auf den Seiten von 4Chan keine Passwörter und so lässt sich auch nur schwer sagen, warauf man mit den von Lulzsec gestohlenen Daten nun zugreifen kann.

Da allerdings selbst Anonymous-Mitglieder ihre Passwörter, zum Teil in der gleichen Form, bei anderen Diensten verwenden würden, kann sich nun jeder überlegen, was dieser Hack bedeuten kann. PayPal oder Amazon sind dabei wohl die naheliegendsten Beispiele.

So kam, was kommen musste: Anonymous erklärt Lulzsec den Cyberkrieg und wir dürfen gespannt sein, wie es weitergeht. Vorallem bin ich gespannt, wie die Retourekutsche von Anonymous ausfallen wird und ob man diese möglichst schnell bereits am Wochenende fährt, oder doch eher nächste Woche, wenn die Medien wieder im Einsatz sind.

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1 Kommentar

  1. [...] ja mal gespannt, was die kommenden Tage und Wochen bringen werden. In der letzten Woche sah es noch nach einem baldigen Krieg zwischen der mittlerweile alt-bekannten “Anonymous-Bewegung” und der im Vergleich noch [...]

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