Der “Markt” ist vielleicht etwas übertrieben, doch der Ansturm auf das – inoffiziell bereits 700 Millionen Mitglieder, weltweit zählende – soziale Netzwerk scheint langsam abzuflauen. Anfang 2012 rechnen “Insider” mit dem, für viele längst überfälligen, Börsengang des Unternehmens. Mit einer Rekordbewertung, welche etwa der Deutschen Bank, Deutschen Post und der Lufthansa zusammengenommen entspreche, will es den Börsenmarkt aufmischen. Doch ist das noch realistisch?

Keine Frage, Facebook ist und bleibt das größte soziale Netzwerk der Welt. Gefühlt jeder scheint in irgendeiner Form mit dem Netzwerk verbunden. Ob es sich um eine einmalige Registrierung handelt, oder echte “Hardcore-Facebookler”, die quasi ihr ganzes Leben mit der halben Welt teilen.

Die Anfangs angesprochene Mitgliederzahl von 700 Millionen weltweit, ist offiziell noch nicht bestätigt worden. Facebook-CEO Mark Zuckerberg sprach, im Zusammenhang mit dem Ziel die ganze Welt vernetzen zu wollen, einst von möglichweise irgendwann 1 Millarde Nutzern weltweit. Wie die jüngsten Zahlen der Website Inside Facebook – welche u.a. die Nutzerzahlen fortwährend analysiert -  jedoch zeigen, könnte er sich ein wenig verspekuliert haben, denn das Wachstum ist – zumindest in den USA – bei weitem nicht mehr so gewaltig, wie noch vor wenigen Monaten.

Vielmehr habe man, in den USA, letzten Monat rund 6 Millionen Nutzer verloren, wie Spiegel Online unter Berufung auf den Artikel von Inside Facebook berichtet. Obwohl man auch in weiteren Ländern an Nutzern – im Vergleich zum Vormonat – verlor, heißt das zwar nicht, dass Facebook die Nutzer weglaufen, somal man weltweit dennoch zulegen konnte, doch der immense Ansturm scheint vorbei. In wie weit der Umgang des Netzwerks mit privaten Daten der Nutzer oder auch die komplizierten Privatsphäreeinstellungen dabei das Zünglein an der Waage sein könnten, kann jeder für sich entscheiden, somal die Amis meist auch eine etwas andere Vorstellung von Datenschutz haben, als die Deutschen.

Sollte sich der Trend fortsetzen, dürfte der für das erste Quartal 2012 angestrebte Börsengang jedoch bei weitem nicht so aussichtsreich verlaufen, wie geplant.

Aktuell wird das Unternehmen mit einem Wert zwischen 60 und 70 Milliarden Dollar bewertet. Für das kommende Jahr bzw. den Börsenstart plant man jedoch einen Wert von ganzen 100 Milliarden Dollar, wie Welt Online berichtet. Damit würde man den Vogel faktisch abschießen und läßt “Experten” bereits im Vorfeld über den weiteren Werdegang des Netzwerks grübeln.

Ähnliche Bösengänge der Vergangenheit haben gezeigt, wie es gehen kann – Stichwort: “Internet-Blase”

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1 Kommentar

  1. [...] der letzten Woche berichtete Netzgezwitscher, im Zusammenhang mit den Plänen des sozialen Netzwerks, für den höchstwahrscheinlich 2012 [...]

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