Na Mensch, da hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) scheinbar gleich mal schlafende Hunde geweckt, indem sie diverse Studien zum Thema auswertete und (vorsorglich) bekannt gab, das Handystrahlung “möglichweise krebserrend” ist.

Die Diskusion über die vermeintlich Krebserregenden Eigenschaften elektromagnetischer Strahlung und in diesem Fall speziell der Handystrahlung, begleitet uns gefühlt schon seit es Handys gibt, bzw. diese weit verbreitet sind. Wirklich verlässliche Aussagen konnte bislang jedoch niemand treffen. Da ist die WHO auch dieses mal keine Ausnahme.

Wertete man, um zu diesem “vernichtenden” Ergebnis (möglicherweise krebserrengend) zu kommen doch lediglich, bereits seit Jahren bestehende Untersuchungen bei Menschen, die bereits seit etlichen Jahren ein Handy benutzen aus. Es bestehe die Möglichkeit eines erhöhten Krebsrisikos, bei vermehrter (Handy-) Strahlenbelastung, doch um völlig sicher zu sein, müsse die ganze Sache weiter beobachtet werden. Langfristige Risiken können also weder ausgeschlossen noch eindeutig belegt werden.

Ferner setzt man Handystrahlung mit mehr oder weniger alltäglichen Dingen wie Benzindämpfen, diversen Chemikalien oder sogar Kaffee (als Risiko für Blasenkrebs) gleich. Genau genommen ist, ausser ein wenig aufgewirbeltem Staub, also praktisch überhaupt nichts passiert.

Die Mobilfunkindustrie befürchtet dennoch negative Auswirkungen auf ihr Geschäft und kritiesiert, dass die WHO – wie gesagt – keine neue Studie veranlasst, sondern schlichtweg “nur” bisherige Ergebnisse (neu) beurteilt hat. Ein handfestes Ergebnis bleibt man nach wie vor schuldig und trägt in meinen Augen damit nicht unbedingt zur Aufklärung in puncto Gesundheit bei.

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4 Kommentare

  1. Also das finde ich schon etwas fragwürdig, wenn die WHO so einen bericht veröffentlicht. Was ist das denn für eine Aussage, wenn man schreibt, dass Handys möglicherweise krebserregend sind. Das könnte man ja zu fast allem sagen. Aber ob Handys wirklich krebserregend sind, konnte nicht bestätigt werden. Außerdem müsste man jetzt schon die Auswirkungen lagsam spühren, wenn es wirklich vermehrt Krebsfälle geben würde. Also ich denke, dass die WHO erstmal noch genauere Untersuchungen anstreben sollte, bevor sie so eine Panikmache verbreiten.

  2. Jens sagt:

    Naja, ich sehe es so: Man sollte nicht zu sorglos mit dem Thema umgehen …
    Ich vermeide auftretende Strahlung wenn möglich, z.B. Nachts WLAN abschalten, zuhause mit einem strahlungsarmen Telefon telefonieren und auch mein Handy hab ich mir u.a. mit einem möglichst geringen SAR-Wert zugelegt. Ich denke, da sollte man schon darauf achten, im Netz gibt es ja mittlerweile genug Seiten wo auch der Strahlungswert eine Rolle bei der Bewertung spielt z.B. strahlungsarme-handys.de oder bfs.de.

    LG, Jens

    • Typeerati sagt:

      Hallo Jens,

      ganz auf die leichte Schulter nehmen sollte man es vielleicht wirklich nicht. Aber WLAN und ähnliche Dinge über Nacht ausschalten, sollte man schon alleine wegen des Stromverbrauchs. ;-) Abgesehen von Möglichkeiten auch den Strahlungswert von Handys u.ä. Anlagen messen bzw. zur Kaufentscheidung heran ziehen zu können, ist aber letztlich unumgänglich ständig irgendeiner Strahlung ausgesetzt zu sein.
      Du versuchst es meinetwegen zu beachten und entsprechend zu kaufen/benutzen usw. Dein Nachbar aber vielleicht nicht. Der Nachbar von deinem Nachbar vielleicht auch nicht usw. So gesehen ändert es wenig, wenn einzelne Menschen etwas ändern und diverse Studien immer wieder die vermeitliche Gefährlichkeit der Strahlung betonen. Bei einem neuen, “ungefährlichen” Funkstandard sehe das Ganze schon anders aus.

  3. [...] nicht DIE Forscher, welche vor wenigen Monaten noch davon sprachen, das sie “möglicherweise krebserregend” sei. Genau genommen war es seinerzeit die [...]

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