Na ist das nicht herallerliebst. Bereits vor geraumer Zeit erkannte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel die vielfache Bedeutung des Internets. Seither veröffentlicht sie jede Woche einen Video-PodcastW bspw. auf ihrer eigenen Regierungswebsite. Diese Woche geht es nun um die möglichst gleichberechtigte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für behinderte Menschen. Ein Thema, welches für mich auch privat von großem Interesse ist.
Normalerweise klammere ich das Thema Behinderung und in meinem Fall “Hörschädigung” bewusst aus, weil es meiner Ansicht nach nicht der Lebensmittelpunkt ist und eine Sache, mit der jeder Betroffene für sich klarzukommen lernen muss.
Wenn sich allerdings selbst unsere heißgeliebte Bundeskanzlerin, noch dazu im Internet, an ihr Wähler das deutsche Volk wendet und davon spricht, dass das allgemeine Leben so gestalten werden müsse, “dass Menschen mit Behinderungen in allen Bereichen am Leben teilhaben können”, sehe auch ich mich “genötigt” meinen Senf dazu abzugeben.
Interessant finde ich ja z.B. den Punkt, das sich Frau Merkel wünscht, das mehr Menschen mit Behinderungen eine Chance auf dem Arbeitsmarkt bekämen. Sie erwarte von den Arbeitgebern “mehr Mut”, wenn es darum geht freie Stellen zu besetzen und spricht dabei von einer “Arbeitschance im Betrieb”, womit sie eigentlich andeuted, was viele Menschen/Arbeitgeber denken. Den Pinsel in einem Malerbetrieb, oder die Maurerkelle in einem Handwerksbetrieb sauber zu machen ist nämlich auch “Arbeit”. Zumindest wenn es nach der Definition vieler “Verantwortlicher” geht und genau zwischen solchen Tätigkeiten darf man im besten Fall wählen.
Im allgemeinen kommt mir der Podcast so vor, als gäbe es gerade kein anderes Thema und irgendwas muss man ja bringen. Es sei wichtig zu lernen “auf Schwächen anderer Rücksicht zu nehmen” sagte sie im Zusammenhang mit einer möglichen Zusammenlegung des Schul-Unterrichts behinderter und nicht-behinderter Menschen. Nach meinen bisherigen Erfahrungen gibt es jedoch nichts “unwichtigeres”, als die Schwäche eines anderen. Ein grundlegendes, gesellschaftlichen Problem also.
Es gibt allerdings Grund zur Hoffnung, denn wie sie sagt, wird “die Bundesregierung auch in diesem Bereich weiter arbeiten” und “schon bald” einen, in Gesprächen mit diversen Behindertenverbänden ausgearbeiteten, nationalen Aktionsplan verabschieden.
Anmerkung: Wenn noch Zeit ist, zwischen Eurokrise, Bundeswehrreform und diversen Landtagswahlen versteht sich.

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