Ein Fall der sich nicht in Deutschland ereignete, aber dennoch gut zu den andauernden, hiesigen Debatten um den Jugendschutz im Internet, diversen Internetsperren im vermeintlichen Kampf gegen Kinderpornographie und letztlich dem Versuch – wie es “Experten” ausdrücken – “Inhalte die Kinder und Jugendliche in ihrer Entwicklung beeinträchtigen könnten” zu verbieten bzw. ihren Zugang zu erschweren.
Dabei will ich garnicht lange auf das Thema Netzsperren eingehen. Argumente dafür und vorallem dagegen wurden in der Vergangenheit schon mehrfach an anderer Stelle genannt.
Dabei bezog man sich jedoch zumeist auf das “böse Internet” und dem darin befindlichen, vermeintlich rechtsfreien Raum. Die Meinungen und darauf beruhenden Äußerungen sind im allgemeinen breit gefächert, zeigen jedoch oftmals das gerade die Leute, die über geeignete Maßnahmen, zum erreichen besagter Ziele, zu entscheiden haben, oftmals selbst nicht genau wissen wie der Hase läuft.
Jetzt nehmen wir mal an, sämtliche Jugendgefährdenden Inhalte im Netz wären nicht mehr so einfach zugänglich wie bisher. Wie auch immer man dies bewerkstelligt habe, ohne andere, bedenkenlose Inhalte auszugrenzen. Alle sind glücklich und die Kinder können weiter ungestört und vorallem ohne Angst haben zu müssen in “ihrer Entwicklung beeinträchtigt” zu werden, im Internet surfen. Wollen mit ihren Eltern allerdings bestimmt auch mal in den Urlaub fliegen und andere Menschen, Länder und Kulturen kennenlernen.
Die ganze Familie kommt mit Sack und Pack am Flughafen an, die Kinder warten beim Gepäck, während die Eltern letzte Formalitäten erledigen.
Genau die richtige Zeit um “die Entwicklung der Kinder zu beeinträchtigen”, denn auf dem Großbildschirm, auf dem sonst Dokumentarfilme u.ä. gezeigt werden beginnt gerade die Vorstellung eines waschechten Pornofilms. So geschehen, auf dem größten Flughafen Bangladeschs, in Dhaka.
Ok, vermutlich stecken Dritte dahinter, die sich einen Scherz oder gar “Pornoanschlag” erlaubt haben, aber man stelle sich vor, dies wäre in Deutschland passiert. Sollte man das betreten von Flughäfen für Kinder und Jugendliche vorsichtshalber verbieten? Vielleicht pauschal diverse Flughäfen sperren?
Schwer zu sagen… dafür haben wir ja Gott sei Dank auch unsere “kompetenten” Politiker. Die machen das schon. Im schlimmsten Fall wird eben alles gesperrt, verboten oder abgeschafft, was bis drei noch nicht auf den Bäumen ist.

Man sollte gleich diese potenziell gefährlichen Bildschirme verbieten..
… sind eh viel zu groß ne!?