Kennt noch jemand die Vuvuzela? Jenes “Instrument”, welches es in kürzester Zeit auf die Titelseiten sämtlicher Tageszeitungen dieser Welt schaffte und vielen heimischen Fußballfans, während der diesjährigen WM in Südafrika den letzten Nerv raubte!? Warum diese Tatsache nicht auch im Kampf gegen Urheberrechtsverstöße nutzen? Dachte sich vermutlich auch Ubisoft, einer der größten Spiele-Entwickler der Welt.

Dieser stattete nämlich das für die Handheld-KonsoleW Nintendo DS erhältliche Spiel “Michael Jackson – The Experience” mit einem derartigen Schutz aus und will Raubkopierer auf diese Weise abschrecken.

Wer nämlich gegen das Urheberrecht verstößt und sich das Spiel auf illegale Weise besorgt, bekommt statt des Spiels den unvergleichlichen, oft kopiert und viel zu oft erreichten Vuvuzela-Sound, in seiner ganzen Pracht zu hören. Bei einem Spiel, das sich rund um den “King of Pop” dreht, den Spieler in seine Rolle schlüpfen und dessen Bühnenauftritte nachahmen lässt, wohl nicht wirklich eine Freude. Zwar ließe sich das seit dem 25. November dieses Jahres u.a. für den Nintendo DS erhältliche Spiel dennoch nutzen, doch glaube ich kaum, dass man lange Freude daran haben wird.

Ich persönlich spiele ja eher weniger und finde das Ganze schon fast mehr eine “lustige” Idee, doch scheint das Thema Urheberrecht im allgemeinen sehr präsent in den letzten Tagen zu sein. Sogar Google kündigte vergangene Woche an verstärkt gegen diesbezügliche Verstöße vorzugehen und bspw. Wörter, die in einem engen Zusammenhang mit potentiellen Urheberrechtsverstößen stehen, aus den bei der Google-Suche unterbreiteten Suchvorschlägen zu streichen. Aufforderungen von Rechteinhabern, urheberrechtlich geschützte Inhalte zu löschen, will man nun in maximal 24 Stunden nachkommen und auch in Bezug auf die von Google bereitgestellten Dienste wie AdSense – zum schalten von Werbung auf Webseiten – kündigte man diesbezügliche Änderungen an. Marek Hoffman hat zu diesem Thema kürzlich einen lesenswerten Artikel verfasst, der über das Thema, dessen bisherige Umsetzung und die möglichen Gründe dieses Vorgehens informiert.

Ich freue mich immer über Feedback. Schreib dazu einfach einen Kommentar unter diesen Beitrag. Wenn du den kostenlosen RSS-Feed abonnierst, erfährst du zudem als erster von neuen Beiträgen. Auf Twitter sogar von Neuigkeiten aus anderen Bereichen.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>