Netzgezwitscher Am WE-300x251 in Netzgezwitscher am Wochenende: Diskussionen um Google Street View nehmen kein Ende; Terror in Deutschland; Windows wird 25 JahreRund vier Tage kann man die Kartendienst-Erweiterung Street View, des Internet-Riesen Google nun schon verwenden. Inzwischen könnte man annehmen, das sich die Leute so langsam mit dem Dienst auseinander gesetzt haben, bzw. wissen was genau dahinter steckt und zu sehen ist. Doch der – ich sag mal – Hype um die vermeintlich verletzte Privatsphäre hält nach wie vor an. Obwohl der Dienst – nach Googles Angaben – noch nie so eingeschlagen hätte wie in Deutschland.

Als “Street View-Weltmeister” betitelt das Unternehmen die Deutschen sogar. So hätten diese, in den ersten Stunden nämlich doppelt so viele Bilder aufgerufen, wie an normalen Tagen. Hat da etwa jemand gefallen gefunden? Sogar Meldungen, ein zur Verpixlung gemeldetes Haus wieder sichtbar zu machen, soll es gegeben haben. Doch der Zug ist abgefahren und obwohl Google bereits im Vorfeld auf etwaige Fehler aufmerksam machte und die Nutzer bat, diese bei Entdeckung zu melden, reißt die Kritik an der – aus Sicht von Datenschützern und Politikern – unzureichenden Unkenntlichmachung diverser Häuser und Menschen nicht ab. Gleichzeitig nutzt man die Gelegenheit und fordert (neue) “Internet-Regeln” für vergleichbare Dienste und diverse Anbieter.

So prescht bspw. FDP-Generalsekretär Christian Lindner mit der Forderung das jeder Einzelne in der Lage sein soll „auch bei einem kommerziellen Anbieter über seine Daten verfügen zu können“ vor. Von der Sache schließe ich mich dabei voll und ganz an, doch über welche Daten soll der einzelne bei Street View verfügen? Über die Ansicht seines Hauses? Was jeder daher gelaufene fotografieren und ins Internet stellen könnte?

Schon am vergangenen Freitag – nur einen Tag nach dem Start des Dienstes – forderte der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar Google zu Nachbesserungen, hinsichtlich der Verpixlung auf. Seiner Meinung nach könnten Freunde, Kollegen und Verwandte die eigene Person oftmals dennoch erkennen. Wo ich mich frage wo da eine Verletzung der Privatsphäre vorliegt. (Wenn man die Leute ohnehin kennt) Das die Gesichter manchmal wirklich so wirken, als könnte man das Gesicht erkennen, ist sicher richtig, aber auf mich wirkt diese Forderung – vorallem mit dieser Begründung – eher so als wolle man immer noch eins drauf setzen, bei der Kritik.

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner stieß ins gleiche Horn und warf dem Internet-Riesen mangelnde Sorgfalt bei der Prüfung und Umsetzung von Einsprüchen vor. (zur Erinnerung: schon eine Woche zuvor wurden etwaige Mängel angekündigt) Ihrer Meinung nach hätte dies dem Unternehmen “schwer geschadet”.

Terrorangst in Deutschland

Doch nicht nur Google sorgt für reichlich, aus meiner sicht übertriebenen, “Terror”. Seit es sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière vergangenen Mittwoch nicht nehmen ließ die deutschen zu verängstigen vor möglicherweise kurz bevorstehende Terroranschläge im Land zu warnen, überschlagen sich die Meldungen von diversen Spengstofffunden, deren Dementierung, vermeintlichen Anschlagzielen u.ä.

Dabei sollte man die Warnungen sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen doch könnte man evtl. auch andere Gründe hinter der plötzlichen Warnung vermuten.

Die zeitliche Nähe der aktuellen Terrorwarnung zur Innenministerkonferenz ist sicher nur großer Zufall. #vorratsdatenspeicherung
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@netzpolitik
netzpolitik

Hieß es auf Twitter, kurz vor der Innenministerkonferenz, auf der sich die Innenminister der Länder u.a. zur aktuellen Gefährdungssituation und über geeignete Maßnahmen berieten. Und in der Tat wird gerade die Vorratsdatenspeicherung seither intensiv diskutiert. Wäre – nach Meinung diverser Politiker, Strafbehörden u.ä. – die Verfolgung und Aufklärung ohne diese ja stark erschwert, um nicht zu sagen unmöglich.

Das dabei soziemlich alles gespeichert wird, was nicht bei drei auf den Bäumen ist (bspw. Verbindungsdaten von PC und Telefon wie Rufnummern der jeweiligen Gesprächsteilnehmer, die genaue Uhrzeit des Telefonats, der ungefähre Standort, Absender und Empfänger von SMS-Nachrichten usw.) und der Staat damit letztlich viel tiefer in die Privatsphäre eingegreift, als es Google vermutlich je könnte, quittieren Befürworter jedoch höchstens mit den Worten:

“Wer das nicht will, kann sich ja zuhause hinter dem Ofen verkriechen!”

#Windows wird 25 Jahre alt! Interessante Zusammenfassung der Ereignisse: http://bit.ly/dx8st5
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@Dynambu
Sebastian

Am gestrigen Samstag, den 20. November feierte das wohl bekannteste Betriebssystem der Welt seinen 25. Geburtstag. So lange ist es inzwischen her, als Microsoft – zu der Zeit noch eine kleine und unbedeutende Softwarefirma – mit Windows 1.0 die erste grafische Benutzeroberfläche für PCs veröffentlichte. Etwas wo ich nur wenig mitreden kann. War eine grafische Benutzeroberfläche doch schon gang und gebe, als auch ich den PC kennenlernen durfte. Doch es gibt nicht wenige, die aus dieser Zeit zu berichten wissen. So meint bspw. Caschy, das wir Microsoft, wenn es um die Computernutzung geht, “einen ganzen Schwung” zu verdanken haben. Er hält Windows, trotz aller Querälen in der Vergangenheit für ein gutes Betriebssystem. Bei Engadget könnt ihr euch sogar Promovideos aus der damaligen Zeit ansehen. Für Fans und Zeitzeugen ein muss! Wer – wie ich – jedoch nicht so richtig mitreden kann, was die Anfangszeit angeht, erhält neben dem Link im obrigen Tweet auch bei wutti’s life einen interessanten Einblick in die Geschichte von damals bis heute.

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