Da sieht man’s mal, es ist eben nicht alles schlecht an Googles neuer Kartendiensterweiterung Street View. Anfang des Monats offiziell auch in Deutschland gestartet, erregte der Dienst immerwieder die Gemüter von Politikern, Datenschützen und letztlich dutzenden verunsicherten Bürgern. Doch neben einer vermeintlich vereinfachten Navigation an fremden Orten, bringt der Dienst (zumindest in England) einem vor einiger Zeit bestohlenen Bürger, vielleicht nun sogar die erhoffte Gerechtigkeit, in Bezug auf die Ergreifung des Täters.
Bislang führten die Ermittlungen, in Bezug auf den bereits im vergangenen Jahr gestohlenen Wohnwagen, ins Leere und es sah so aus, als würde der Täter ungestraft davon kommen und sich über einen neuen Wohnwagen freuen können.
Bis Google Street View kam – in England bereits seit März vergangenen Jahres verfügbar – und im Zuge seiner Aufnahmen zufällig einen Mann ablichtete, der sich womöglich kurz vor der Tat in der Auffahrt des Wohnwagen-Besitzers aufhielt und nun als möglicher Zeuge gesucht wird. Er steht neben einem Geländewagen, der in unmittelbarer Nähe des Wohnwagens geparkt ist.

Der rechtmäßige Wohnwagen-Besitzer stieß seinerseits zufällig auf das besagte Bild in Googles 3D-Kartendienst und gab es umgehend an die Polizei weiter. Diese geht ebenfall davon aus, dass es kurz vor dem Diebstahl aufgenommen wurde. Konnte den Mann zwar bislang noch nicht identifizieren, was wohl nicht zuletzt dem Umstand geschuldet ist, dass das Kennzeichen des Geländewagens durch Google unkenntlich gemacht wurde, wendet sich nun jedoch mit dem Bild an die Öffentlichkeit. In der Hoffnung sachdienliche Hinweise zu erhalten. Die Polizei ist begeistert:
“Es ist unglaublich, dass wir ein so scharfes Bild eines Mannes haben, der uns Hinweise für unsere Ermittlungen liefern könnte.”
Was man, angesichts der Zufälle, wohl auch unkommentiert so stehen lassen kann. Erwähnenswert am Rande ist vielleicht nur noch die Tatsache das Google, zumindest in Deutschland, auch dazu verpflichtet wurde neben Kennzeichen, die Gesichter der ab gelichteten Personen unkenntlich zu machen. Wäre dies auch hier der Fall, würde das Bild vermutlich überhaupt nichts bringen.

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