Mensch, da bin ich aber beruhigt nicht der einzigste auf der Welt zu sein. Mittlerweile kenne ich zwar meine Nummer auch aus dem Kopf, jedoch nur weil ich sie inzwischen schon jahrelang habe und bei einem Anbieterwechsel mitnehme. Doch die Situation in einem Gespräch zu stecken, nach der eigenen Handynummer gefragt zu werden und darauf verlegen zu versprechen den Gegenüber selbst anzurufen kenne ich noch zu gut. Wie eine Studie des IT-Branchenverbandes BITKOM nun beweist, bin bzw. war ich wohl nicht der einzige mit diesem Problem.
Demnach könnte fast jeder Zweite (45 Prozent) der 1001 anlässlich einer Forsa-Umfrage befragten, Personen in Deutschland die eigene Handynummer nicht aus dem Kopf sagen, sofern man ihn danach fragen würde. Die Handynummer des Partners hätten gar nur 49 Prozent der Befragten im Kopf.
Der Hauptgeschäftsführer des Bitkom Dr. Bernhard Rohleder hat das “Problem” erkannt:
„Die Zahl von Kontaktdaten, Nummern und Passwörtern hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Auch wenn Handys ihre Nummer automatisch speichern [...]“
und gibt den gut gemeinten Rat:
“[...] Es kann nicht schaden, die eigene Nummer auswendig zu wissen und bei Bedarf parat zu haben“
Einmal mehr wurde auch der Vergleich zwischen den Geschlechtern herangezogen, bei dem sich zeigte, das Frauen sich die Nummern von Freunden (70 Prozent) eher als Männer (60 Prozent) merken würden. Wobei sich Männer (58 Prozent) die eigene Nummer etwas besser als Frauen (50 Prozent) merkten. Lassen sich dadurch etwa Rückschlüsse über die “Ich-Bezogenheit” von Männern und Frauen ziehen?
In meinen Augen ist dies eine Umfrage, die “wichtiger” nicht hätte sein können. :-/ Ich selbst weiß auch gerade mal meine eigene Nummer und das wars. Wozu hat so ein Gerät ein Kontaktbuch? Die eigene Festnetznummer konnte übrigens fast jeder aus dem Kopf nennen.
Was nach mehreren Jahren der Nutzung wohl auch kaum noch eine Überraschung darstellen sollte.
Schön ist jedenfalls mal zu wissen das es anderen genauso geht. Blogger Typeerati von Netzgezwitscher präsentierte sogleich die Lösung:
“Warum sich ne Handynummer merken, wenn heutzutage eh fast jeder ein Smartphone hat und damit E-Mails, die erstens kostenlos (bei entsprechender Flatrate) sind und zweitens teilweise sogar im Push-Verfahren eintreffen – vergleichbar mit einer SMS – verschicken bzw. empfangen könnte?”

Folgen per: