Derzeit nutzt – statistisch gesehen – von drei Internetnutzern lediglich einer die Möglichkeit diverse Waren online zu bestellen. Viele sind ganz einfach durch diverse Meldungen gestohlener und womöglich weiterveräußerter Daten verunsichert. Dieses Problem hat nun auch die Politik erkannt und möchte mit einer Art europäischen Qualitätssiegels klar definierte Normen in diesem Zusammenhang, wie sie bereits in einigen Ländern auf nationaler Basis existieren, einführen.
Durch den Online-Handel im Internet bieten sich den Anbietern nahezu ideale Möglichkeiten ihre Produkte auch über Landesgrenzen hinweg zu verkaufen. Für den Kunden ist es in erster Linie komfortabel entsprechende Waren bequem von zu Hause bestellen zu können und aus einem entsprechend großen Angebot wählen zu können.
Ein Ziel, welches man mit dem angesprochenen Qualitätssiegel erreichen möchte ist u.a. das Online-Einkäufe für den Kunden transparenter werden und er jederzeit nachvollziehen kann, wer der Verkäufer ist und wo er seinen Sitz hat (Europaweit). Desweiteren sollen die Steuernummern und Adressen angegeben werden müssen. Aber auch elektronische Zahlungsweisen sollen weitgehend abgesichert werden, um es Betrügern zumindest zu erschweren, die Daten abzufangen und auszulesen. Ein “Schnellwarnsystem” soll dafür sorgen, das “schwarze Schafe”, die in der Vergangenheit bspw. durch unrechtmäßige Geschäfte auffällig wurden, markiert und für jedermann erkennbar sind.
„Der Online-Handel birgt gerade in der Krise ein enormes Potential, das die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und die Nachfrage steigern kann. Um dieses auszuschöpfen, muss die politische Führung der EU dafür sorgen, dass die Grundvoraussetzungen geschaffen und vorhandene Hürden überwunden werden. Wir möchten das Vertrauen in grenzüberschreitenden Handel durch die optimale Absicherung aller Beteiligten gewährleisten“
Kommentierte Pablo Arias Echeverria, spanischer Abgeordneter im EU-Parlament den Vorstoß.
Qualitätssiegel, wie bspw. das schon seit längerem von einigen Händlern im Internet verwendete “Trusted Shops”, sollen dem Käufer zusätzliche Sicherheit beim Online-Einkauf geben.
Aber auch für Händler solle mit dem Vorstoß eine Gewisse Sicherheit geschaffen werden. Denkt man nur mal an Kunden, die Waren bestellen, aber einfach nicht zahlen. Letztlich dürften, in Puncto Sicherheit, aber Händler und Kunden gleichermaßen von einer Qualitätssicherung profitieren und der Online-Handel endlich in Tritt kommen.

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