Es vergeht kaum ein Tag, an dem das Unternehmen auf Mountain View nicht eine Neuigkeit parat hat. So öffnete Google heute bspw. seinen URL-Verkürzer Goo.gl, der bislang nur im Zusammenspiel mit Google-Produkten wie der Google-Toolbar für diverse Browser von der Allgemeinheit nutzbar war.

Bereits im Dezember vergangenen Jahres startete Google den besagten Dienst, der nun ähnlich wie die schon seit Jahren existierenden und wohl bekanntesten Dienste Bit.ly bzw. TinyURL das kürzen diverser Internetadressen – die zumeist recht lang ausfallen – auf deutlich weniger Zeichen erlaubt.

Dies ist gerade in sozialen Netzwerken wie Twitter, wo dem Nutzer nur 140 Zeichen für eine Meldung zur Verfügung stehen, vorteilhaft. Desweiteren sind diese Adressen leichter zu lesen und zu merken, als herkömmliche/ausgeschriebene. Google wäre jedoch nicht Google, wenn es das schon gewesen sein sollte. Wenn das Unternehmen schon eine solche Möglichkeit anbietet, dann nur in Verbindung mit einer ganze Reihe von zusätzlichen Analysefunktionen.

So kann der bei Google registrierte und angemeldete Nutzer sehen wie oft der entsprechende Link bereits angeklickt wurde, zu welchem Zeitpunkt dies am häufigsten geschah, aus welchem Land die Zugriffe kamen oder auch welche Browser verwendet wurden.

QR-Qode in Google macht seinen URL-Kürzer für jedermann verfügbar und will das Internet mit neuem Bildformat beschleunigen

QR-Code Beispiel

Zudem wird für die zu kürzende URL, auf Wunsch, ein so genannter QR-CodeW erzeugt, der ähnlich einem EAN-Code aus dem Supermarkt funktioniert und das auslesen gekürzter URLs bspw. mit dem Handy erlaubt. Hierzu wird der Code, mit der Handykamera eingelesen und von einer installierten Software, die dies ermöglicht interpretiert. Anschließend gelangt der Nutzer direkt auf die entsprechende Website. Ein Internetfähiges Handy natürlich voraus gesetzt. Icon Wink in Google macht seinen URL-Kürzer für jedermann verfügbar und will das Internet mit neuem Bildformat beschleunigen Einen solchen Code kann man durch einfaches anhängen der Endung .qr beim Aufruf einer gekürzten URL erreichen.

Da man aus den gekürzten URLs aber nicht mehr entnehmen kann, um welche Internet-Adresse es sich genau handelt und die Möglichkeit auf diese Weise auf eine mit Schadcode verseuchte Seite zu gelangen recht groß ist, prüft Google die verkürzten URLs bei der Generierung auf schädliche Inhalte und blockiert diese gegebenenfalls. Bei all den Möglichkeiten betonte das Unternehmen jedoch:

“Wir möchten Goo.gl nicht mit Funktionen überladen, aber wir wollen, dass es der stabilste, sicherste und schnellste URL-Verkürzer im Netz wird”

Etwas anderes hätte wohl auch kaum jemand erwartet. Icon Wink in Google macht seinen URL-Kürzer für jedermann verfügbar und will das Internet mit neuem Bildformat beschleunigen Somal Google immer darum bemüht scheint zumindest das Internet zu revolutionieren. Dazu beitragen könnte mit Sicherheit auch ein ebenfalls heute vom Unternehmen vorgestelltes Bildformat mit dem schlichten Namen “WebP”, welches den Speicherbedarf div. Bilder dank verbesserter Kompression, reduziert und damit das Laden bebilderter Websites beschleunigen soll.

Google beziffert die Komprimierung um 40 Prozent effizienter, als das bislang oft verwendete JPEG-Format. Nach eigenen Angaben mache das Laden von Bildern rund 65 Prozent des Internet-Verkehrs aus. Vor diesem Hintergrund machen sich 40% schon recht deutlich bemerkbar.

JPEG ist ein Bildformat, das bei der Komprimierung in Sachen Qualität einbüßt, also bspw. zunehmend unschärfer wird. Obwohl dieser Umstand prinzipiell auch für das WebP-Format zutrifft, soll dieser Effekt bei weitem geringer ausfallen, wie auch in der von Google präsentierten Galerie ersichtlich ist. Bis zu 75 Prozent kleiner (im Speicherbedarf), als ihre JPEG-Pendants lässt WebP die Bilder werden. Bei ähnlicher Qualität wohlgemerkt.

Das Problem an der ganzen Sache ist momentan nur, das noch kein Internet-Browser das besagte Format unterstürzt und anzeigen kann. Um interessierten Entwicklern jedoch die Möglichkeit zu geben das, unter OpenSource-Lizenz vertriebene Format zu testen und eigene Erfahrungen damit zu sammeln, stellt Google eine Konvertierungssoftware für die Übertragung von Bildern ins neue Format auf der Website des Projekts zur Verfügung. Auch die kommende Version des Google Browsers “Chrome” soll das Format unterstützen.

Ich bin gespannt wie lange es dauert bis sich WebP als neuer Standard etablieren wird. Eine feine Sache ist es in jedem Fall. Gerade Menschen mit einer langsameren Internetverbindung sollten davon profitieren.

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