Zu Beginn des Monats stellte der Internet-Suchgigant Google eine neue Funktion vor, die Nutzern einen schnelleren Suchvorgang und damit beschleunigtes finden diverser Inhalte im Netz erlauben soll. Die Ergebnisse werden dabei schon während der Eingabe des Suchbegriffs automatisch aktualisiert und angezeigt, ohne sie explizit bestätigen zu müssen. “Google Instant” nennt sich diese Funktion und soll in den kommenden Wochen auch für nicht registrierte Nutzer zur Verfügung stehen. Nun kündigte Google an die Echtzeitsuche weiter aufzumöbeln und weitere Features zu integrieren.

Diese sollen in den kommenden Tagen freigeschaltet werden und erlauben dann u.a. die Navigation, gänzlich ohne Maus, nur mit Hilfe der Tastatur. Zwar war es auch bisher möglich mit der Tastatur bspw. die Suchvorschläge, im aufklappenden Fenster unter dem Suchbegriff, mit der Tastatur (Pfeil hoch, Pfeil runter) zu wählen, doch mit der neuen Funktion lässt sich auch durch die angezeigten Ergebnisse, des gesuchten und mit der Eingabetaste bestätigten Suchbegriffs, mit den Pfeiltasten navigieren.

Desweiteren wird die Echtzeitsuche auch auf weitere Dienste, wie die Bilder-, News- oder Büchersuche auf der Google Website ausgedehnt, was für viele sicherlich interessant sein dürfte, war doch der Grundgedanke der Echtzeitsuche, dem Nutzer auch Ergebnisse zu liefern, von denen er sonst wahrscheinlich nie erfahren hätte. Gerade im Bezug auf die News könnten dabei interessante Sache zu Tage kommen.

Zu guter letzt kündigte Google an die Funktion auch für weitere Länder verfügbar zu machen. So können nun ab sofort auch Menschen in Belgien, Irland, Kanada, Mexiko, den Niederlanden, Österreich, Polen, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und der Ukraine die Echtzeitsuche und die besagten Features nutzen.

Das Google aber nicht nur Begeisterung mit seiner neuen Suchfunktion auslöst, ist spätestens klar, seit ein Nutzer das Unternehmen, wegen seiner unterbreiteten Suchvorschläge, auf Verleumdung verklagte. Google selbst ist, nach eigenen Angaben, jedoch stets darum bemüht die Nutzer davor zu bewahren, bspw. durch Google Instant unbeabsichtigt und vor allem unerwünscht auf etwa pornografische oder gewaltverherrlichende Inhalte zu verweisen.

US-Blogger haben nun eine Liste (engl.) mit Wörtern veröffentlicht, die nicht in Google Instant funktionieren bzw. nicht bei der Eingabe automatisch vervollständigt werden sollen und neben eindeutigen Wörtern wie “Fuck” oder “Motherfucker”, bei denen nach dem c bzw. f Schluss ist, auch vermeintlich seriöse Begriffe wie “Pamela Anderson” oder “Paris Hilton”, die jeweils beim ersten Buchstaben des Nachnamens keine Ergebnisse mehr liefern, enthält. Interessanterweise werden jugendfreie Bilder von Pamela Anderson jedoch schon beim Namen Pamela angezeigt. Wer also schon immer mal wissen wollte, was Google so “zensiert” sollte mal einen Blick darauf werfen. Vielleicht kennt ja sogar jemand noch nicht aufgeführte Begriffe. Die Liste soll ständig auf dem neuesten Stand gehalten und ggfs. erweitert werden.

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