Bereits im “Netzgezwitscher des Tages” vom vergangenen Donnerstag erwähnte ich, dass ein Großteil der weltweiten Internetnutzer auf der Suche nach einem Mädchen ist, welches wehrlose, kleine Hundewelpen scheinbar aus Spaß in einen Fluss warf und deren Leben somit ein Ende setzte. Nun wurde das Mädchen endlich identifiziert. Wird aber vorraussichtlich glimpflich davon kommen.
In den letzten Tagen kam es immer wieder zu Verdächtigungen von Menschen, die mit der ganzen Sache überhaupt nichts zu tun hatten. So wurde berichtet das bspw. eine 18-jährige Frau aus dem Landkreis München immerwieder Morddrohungen und beleidigende Anrufe wegen des Videos erhielt. Auf Facebook wurden teilweise sogar Kontaktdaten, wie E-Mail- und Postadresse von Menschen verbreitet die faktisch nichts mit der Sache zu tun hatten. Sich ab diesem Zeitpunkt jedoch ebenfalls mit Morddrohungen, Beschimpfungen u.ä. konfrontiert sahen.
Für diese Menschen dürfte der Albtraum aber nun ein Ende haben. Die bosnische Polizei hat das Mädchen nämlich identifizieren können. Angeblich stammt das Mädchen aus Bugojno im Zentrum Bosniens. Den konkreten Namen hat die Polizei verständlicherweise nicht öffentlich gemacht. Vielmehr wies man darauf hin, das auch bei dem bisher erregten Aufsehen, “das vorgeschriebene Verfahren” eingehalten werde.
In Bosnien wird Tierquälerei jedoch lediglich mit einer Geldstrafe von umgerechnet lächerlichen 15 bis 5000 Euro bestraft. Zudem sei die Misshandlung von Tieren im Land durchaus verbreitet und erregt kaum öffentliches Aufsehen, so dass man annehmen kann das diese Sache schon bald, quasi stillschweigend, abgehakt werden wird.

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