Überall ließt man immerwieder von Datendiebstählen, Sicherheitslücken in PC-Programmen, durch Schadsoftware gestohlene Zugangsdaten usw. Die Gefahr aus dem Internet ist grundsätzlich nicht zu unterschätzen. Jedoch gibt es einfache Mittel, die jeder anwenden kann, um sich vor Datendiebstahl und kriminellen Machenschaften weitesgehend zu schützen. Einer Studie des IT-Sicherheitsexperten Avira zufolge wächst inzwischen jedoch das Gefahrenbewusstsein vieler Anwender.

Von den, bei dieser Studie rund 3.325 befragten Kunden des IT-Sicherheitsunternehmens – die in erster Linie wohl durch ihre Antivirenlösung bekannt sind – gaben ganze 34 Prozent an sich generell auf keiner Webseite mehr wirklich sicher zu fühlen.
Zwar könnte man annehmen, das diese ohne hin ein größeres Gefahrenbewusstsein, als der Durchschnittliche Internetnutzer, an den Tag legen, eben weil sie als Avira-Kunden ihren Computer bereits entsprechend geschützt haben, doch ist einer gesunden Portion Misstrauen auch generell nichts abzusprechen.

So gibt es immernoch zahlreiche Anwender, die sich völlig ungeschützt im Internet bewegen und sich dabei, ohne entsprechende Sicherheitssoftware, für so genannte Cyberkriminelle gerade zu anbieten.

Die überwiegende Mehrheit, der Befragten ist dennoch davon überzeugt, sich nur auf einschlägigen Internetseiten, wie so genannten Warez-Portalen (27 Prozent) – auf denen illegal kopierte, sowie geknackte Software angeboten wird – oder welchen mit pornografischen Inhalten (22 Prozent) einer ernsthaften Gefahr auszusetzen. Grundsätzlich kann man dem wohl auch nicht wiedersprechen.

Was die Studie jedoch nicht erwähnt ist das Sicherheitsrisiko, das selbst durch die beste Software nicht minimiert werden kann. Nämlich der Nutzer selbst! Wer in diversen Internetportalen, sozialen Netzwerken u.ä. die privatesten Daten zur Schau stellt, sollte sich am Ende nicht wundern, wenn er später einmal Nachteile dadurch hat. Ebenso “schädlich” sind unüberlegte Äußerungen in Foren, sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter o.ä. Das selbst einige Chefs im Internet nach ihren vermeintlich neuen Mitarbeitern suchen und über diverse Partyfotos bzw. vielleicht noch vor Jahren negativ im Internet getätigten Aussagen, zum Unternehmen wohl nicht gut zu sprechen sein sollten, dürfte inzwischen auch zum letzten vorgedrungen sein.

Ein in meinen Augen noch viel größeres Sicherheitsrisiko stellen z.B. die Geolocation-Dienste dar, mit denen es möglich ist Freunde, Familie, oder auch die ganze Welt über den derzeitigen Aufenthaltsort zu informieren.

Nicht nur Schadsoftware und zwielichtige Gestalten können einem das Leben im Internet schwer machen. Auch das Verhalten vieler Nutzer, selbst wenn sie sich ausreichend geschützt haben, trägt inzwischen zu einem Sicherheitsrisiko bei. Wie so oft ist immernoch der eigene Verstand der beste Schutz!

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