Experten warnen, angesichts des technischen Fortschritts, davor dass einfache Passwörter, mit einer Länge von sieben oder weniger Stellen mit Hilfe der Rechenleistung moderner Grafikkarten, ohne großen Aufwand und in wenigen Minuten geknackt werden können. Wer sicher gehen will, dass seine Daten ausreichend geschützt bleiben, sollte also spätestens jetzt dazu übergehen, “komplexere” Passwörter zu verwenden.

Oftmals verwenden Ottonormalverbraucher, in der Praxis ganz einfache und möglichst leicht zu merkende Passwörter. Dabei sind sie eben so lang wie sie sind. Namen, Wörter und oder Begriffe sind allerdings alles andere als sichere Passwörter für sensible Daten. Aus dem einfachen Grund, weil diese durch so genannte Brute-ForceW Attacken selbst von Laien problemlos innerhalb kürzester Zeit geknackt werden könnten. Hierbei probiert der Angreifer praktisch jede mögliche Kombination von Zeichen aus, bis das Passwort geknackt ist.  Es dürfte also nicht so schwer nachzuvollziehen sein, das so eine Arbeit, die natürlich von einem leistungsstarken Prozessor in Bruchteilen von Sekunden erledigt wird, mit der zunehmenden Länge und Wahl einer völlig Sinnfreien Kombinationen aus Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen, wesentlich erschwert wird.

Bisher galt, in Bezug auf die Länge eines sicheren Passwortes, die Empfehlung von mindestens acht Stellen. Dies dürfte man inzwischen jedoch als “Schnee von gestern” ansehen können. Heute empfehlen Experten eine Mindestlänge von zwölf Stellen. Immer leistungsfähigere Grafikkarten, mit immer mehr Prozessoren sind nämlich dazu in der Lage große Datenmengen zu verarbeiten und lassen sich neben dem darstellen aufwendiger Effekte in Spielen o.ä. auch zum knacken von Passwörtern verwenden. Nach Ansicht der Wissenschaftler würden die leistungsfähigen Karten wie separate Supercomputer funktionieren.

“Bereits jetzt können wir sagen, dass siebenstellige Passwörter hoffnungslos veraltet sind”
“Nachdem die Rechenleistung der Grafikkarten jedes Jahr besser wird, steigt auch die Bedrohung ständig an.”

Wie es potenziellen Datendieben und Anwendern der Brute-Force Methode besonders leichte gemacht wird und man das Passwort faktisch auch gleich ganz weglassen könnte, seht ihr hier.

Selbstverständlich solltet ihr euer Passwort in gewissen Abständen auch erneuern, denn wie gesagt: nach ein paar Wochen, Monaten oder Jahren kriegt man auch ein vermeintlich schweres und langes Passwort geknackt. Ebenso sollte das Passwort vertraulich behandelt und nicht an jeden X-beliebigen Nachbar, Kollegen oder Freund weitergegeben werden.

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1 Kommentar

  1. [...] Zahlen, Sonderzeichen) für die meisten Zwecke sicher ausreichend, inzwischen aber auch nicht mehr das gelbe von Ei ist. Das könnte Sie auch interessieren:Studie: Moderne Grafikkarten machen Passwörter unter 12 [...]

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