Eine Untersuchung des Beratungsdienstleisters Accenture “Mobile Web Watch 2010” zeigt: nur 17 Prozent der deutschen Anwender gehen mit dem Handy mobil ins Internet. In der Schweiz bspw. ganze 27 Prozent und in Österreich 31 Prozent. Laut Hochrechnung gehen in Deutschland rund 7,7 Mio. Menschen mobil ins Netz. Den Hauptgrund machen Experten an den verfügbaren “Apps” fest, die es dem Endbenutzer erlauben diverse kleine “Programme” auf dem mobilen Gerät laufen zu lassen, die über bestimmte Dinge informieren. Diese Apps gibt es inzwischen in fast allen erdenklichen Bereichen. Vom Börsenticker, über Wettervorhersagen, BMI-Rechnern oder z.B. auch der Navigation, zu Ausflugszielen, in fremdem Städten o.ä. Der Phantasie sind dabei faktisch keine Grenzen gesetzt. Aber auch in diesem Bereich haben die umliegenden Nachbarländer wie Österreich, wo 63 Prozent der User die Apps nutzen, oder die Schweiz mit etwa 70 Prozent die Nase vorn. In Deutschland sind es nämlich erst rund 60 Prozent, die Apps nutzen und als Hauptkriterium für mobiles Internet angeben.
Wenig überraschend ist wohl die Tatsache, dass bei der mobilen Internetnutzung die E-Mail, laut Studie am beliebtesten ist. Vergleichsweise wenige nutzen den mobilen Internetzugang auch für Soziale Netzwerke, wie Facebook oder Twitter.
Gründe für die doch geringe Nutzung in Deutschland gibt es genug. Ein nicht unwesentlicher ist z.B. die Möglichkeit der Ausspähung von Daten und deren Missbrauch im mobilen Internet, was in erster Linie wohl auf das sogenannte Geotagging, die Erfassung der eigenen, derzeitigen Position auf einer Karte, zu beziehen ist. Woanders sehe ich persönlich nicht mehr und nicht weniger Ausspähungsmöglichkeiten, wie am heimischen PC. Eine Sache, bei der ich mich anschließen kann ist, dass für viele die Höhe der anfallenden Kosten teilweise schlecht überschaubar ist und diese meist wenig transparent dargestellt werden. Jedoch gibt es auch hier genügend Möglichkeiten um bei diesem Problem für Abhilfe zu sorgen ohne monatlich ein Vermögen abdrücken zu müssen. Flatrates gibt es inzwischen schon ab rund 10 Euro/Monat. Dabei muss man allerdings oftmals Einbußen in der Geschwindigkeit hinnehmen, da meist nur GPRS für die Übertragungsgeschwindigkeit geboten wird. Für den Abruf von Mails und selbst das schreiben in Sozialen Netzwerken ist die Geschwindigkeit aber ausreichend. Dazu gibt es auch mittlerweile viele Prepaid-Anbieter, bei denen man quasi eine Telefonkarte kauft und diese “absurft”. Die Gebühren drehen sich dabei meist auch um die 2,30 -2,50 Euro für die Nutzung am Tag, wobei die Geschwindigkeit schon um einiges schneller als GPRS ist. Nämlich UMTS, was im Grunde als mobile Alternative zum heimischen DSL Anschluss gesehen werden kann oder eine Alternative in Gebieten darstellt die noch nicht über DSL verfügen. Eine wirkliche Volumensbegrenzung und die damit verbundene Möglichkeit der Geschwindigkeitsreduzierung liegt dabei meist nicht vor. (Tagesflatrate) Selbst wenn, bewegt sie sich meist um die mind. 500 MB. Um diese zu erreichen muss man das ganze aber schon wirklich sehr viel und intensiv nutzen. Für das normale surfen und abrufen von Mails dürfte diese Menge wohl nur in den seltensten Fällen erreicht werden. Wenn überhaupt.
Größter Vorteil bei den sogenannten Prepaid-Anbietern ist die schon angesprochene Kostentransparenz. Zahlt man doch nur für die Zeit, in der man das Angebot auch genutzt hat und selbst das im Extremfall nur bis zu der Höhe, wie die “Telefonkarte” Guthaben aufweist. Die Höhe kann also schon im vorhinein bestimmt werden. Eignet sich daher z.B. auch wunderbar um die Nutzung für die Kinder o.ä. zu limitieren. Ist kein Guthaben mehr auf der Karte, gibts auch kein Internet. Und nutzt man es ein paar Tage oder gar Wochen nicht braucht man auch nichts zu bezahlen.

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